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Selenskyj: Russland macht ukrainisches Energienetz zum "Schlachtfeld"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland vorgeworfen, die Energie-Infrastruktur seines Landes zu einem "Schlachtfeld" gemacht zu haben. "Die russische Führung hat den Befehl gegeben, das Energiesystem selbst in ein Schlachtfeld zu verwandeln", sagte Selenskyj am Donnerstag in einer Rede vor dem Europäischen Rat.
Die Folgen seien "sehr gefährlich" für alle in Europa, sagte er. Russland löse dadurch eine neue Flüchtlingswelle aus der Ukraine in die EU-Länder aus. Moskau verfolge damit die Absicht, der Ukraine im Herbst und Winter Strom- und Heizprobleme zu bescheren und "so viele Ukrainer wie möglich in Ihre Länder zu schicken", sagte Selenskyj an die EU-Staaten gerichtet.
Der ukrainische Staatschef forderte die europäischen Länder in seiner Rede auf, Kiew mit mehr und ausgefeilteren Luftabwehrsystemen auszustatten und Moskau mit weiteren wirtschaftlichen Sanktionen zu belegen. "Wir haben von Deutschland bereits ein sehr effektives Iris-T-System erhalten", sagte Selenskyj. "Ich danke dem Herrn Bundeskanzler dafür."
Das deutsche System schütze "nicht nur den ukrainischen Luftraum, es schützt die europäische Stabilität, indem es den russischen Terror eindämmt, der sowohl unser Land als auch in Zukunft Ihre Länder trifft", fügte er hinzu. "Aber wir brauchen mehr Luftverteidigungs- und Raketenabwehrsysteme, um einen wirklich zuverlässigen Luftschutzschild zu schaffen."
F.Pedersen--AMWN