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Rücken bremst Kerber aus - Zverev im Viertelfinale
Als die Schmerzen zu groß wurden, rief Angelique Kerber nach medizinischer Hilfe. Im Beisein einer Ärztin streckte die frühere Wimbledonsiegerin ihren lädierten Rücken, sie beugte sich nach vorn, hob die Knie und hoffte auf ein wenig Linderung ihrer Beschwerden. Im hart erkämpften und verdient erreichten Achtelfinale beim WTA-Turnier in Indian Wells stieß Kerber an ihre körperlichen Grenzen - und musste das Ende ihres Siegeszugs hinnehmen.
4:6, 2:6 hieß es am Ende des Duells der "Tennis-Mamas" gegen ihre Freundin Caroline Wozniacki. "Ich konnte sehen, dass sie mit ihrem Rücken zu kämpfen hatte", sagte Wozniacki über Kerber, "ich bin einfach glücklich, dass ich gewonnen habe. Für mich ist nichts selbstverständlich, ich habe eine sehr lange Pause gemacht. Jetzt bin ich zurück und genieße es einfach."
Nach zuvor drei Siegen erwischte Kerber gegen Wozniacki einen Fehlstart, zwei ihrer ersten drei Aufschlagspiele verlor sie, kämpfte sich aber nochmals zurück. Im zweiten Satz ließ sich Kerber beim Stand von 1:4 am Rücken behandeln, die Wende gelang nicht mehr.
Für Kerber endete der bislang überzeugendste Auftritt auf ihrer Comeback-Tour. Die frühere Weltranglistenerste, die im Februar 2023 ihre Tochter Liana zur Welt gebracht hatte, spielte in Kalifornien selbstbewusst auf. Nach dem schwierigen Wiedereinstieg in Australien nahm die Kielerin neuen Schwung auf und kann trotz des gesundheitlichen Rückschlags Rückenwind für die anstehenden Aufgaben mitnehmen. Weiter geht es für Kerber in Miami.
Für Olympiasieger Alexander Zverev heißt die nächste Aufgabe Carlos Alcaraz. Der 26 Jahre alte Hamburger besiegte im Achtelfinale den formstarken Australier Alex de Minaur 5:7, 6:2, 6:3 und trifft im Viertelfinale auf die spanische Nummer zwei der Welt.
"Ich kann mich nicht erinnern, ein besseres Match bei Wind gespielt zu haben als heute", sagte Zverev, der seinen 50. Erfolg gegen einen Top-Ten-Spieler feierte. Trotz eines frühen Breaks und dem Verlust des ersten Satzes kämpfte sich Zverev in Kalifornien zurück ins Match und verwandelte nach 2:48 Stunden seinen zweiten Matchball gegen den Sieger des ATP-Turniers in Acapulco/Mexiko von Anfang März.
Alcaraz hatte unmittelbar vor Zverevs Erfolg über de Minaur im Achtelfinale den Ungarn Fabian Marozsan 6:3, 6:3 bezwungen. Das bisher letzte Aufeinandertreffen mit dem 20 Jahre alten Wimbledon-Sieger im Viertelfinale der Australian Open hatte Zverev nach einer beeindruckenden Vorstellung für sich entschieden.
D.Sawyer--AMWN