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Torschütze beim Debüt: Ouédraogo will sich "nicht beschweren"
Assan Ouédraogo benötigte nur 102 Sekunden, dann war der Shootingstar von RB Leipzig nicht mehr "nur" Nationalspieler, sondern plötzlich auch DFB-Torschütze. "Dass es so gut läuft, hätte ich nicht gedacht, aber ich beschwere mich nicht. Ich bin sehr stolz auf den Moment und unfassbar glücklich", sagte der Youngster, nachdem er beim 6:0 (4:0) im "WM-Quali-Endspiel" gegen die Slowakei den Schlusspunkt unter eine starke deutsche Leistung gesetzt hatte.
Mit seinen 19 Jahren und 192 Tagen ist Ouédraogo der jüngste deutsche Debütant seit Klaus Stürmer, der in seinem ersten Länderspiel einen Treffer erzielte. Stürmer hatte im Oktober 1954 im Alter von 19 Jahren und 68 Tagen bei seinem ersten Spiel im DFB-Trikot im Länderspiel gegen Frankreich (1:3) getroffen. "Man versucht immer, das zu machen, was man kann, und das ist mir gelungen", sagte Ouédraogo zufrieden.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte dem Leipziger Mittelfeldspieler in der RB-Arena in der 77. Minute zu seinem Debüt verholfen, dieser dankte es ihm keine zwei Minuten danach. Sein Flachschuss nach starker Hacken-Vorarbeit von Leroy Sané war noch leicht abgefälscht und fand den Weg in die linke Ecke des slowakischen Tores (79.).
"Ich freue mich sehr, dass er gesund ist, er hat auch schon eine Leidenszeit hinter sich und musste durch manches Tal durch", sagte Nagelsmann über Ouédraogo, der aufgrund von Verletzungen den Großteil der vergangenen Saison verpasst hatte.
"Ich hoffe, dass er bescheiden bleibt und den Hunger nach Erfolg behält, das ist für mich bei jungen Spielern immer das Entscheidende", ergänzte der Bundestrainer. Ouédraogo dürfe sein "Hoch" gerne genießen, müsse es aber "auch als Verpflichtung" sehen, dranzubleiben. "Nach der Einwechslung hat er es gut gemacht, er hat auch gut trainiert", meinte Nagelsmann.
Th.Berger--AMWN