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Tournee zeigt deutsche Nachwuchs-Krise: "Beschäftigt uns enorm"
Felix Hoffmann und Philipp Raimund in der Weltklasse - dahinter aber große Lücken und keine Nachrücker: Angesichts der Nachwuchskrise bei den deutschen Skispringern schlägt Sportdirektor Horst Hüttel Alarm. "Das beschäftigt uns enorm, das kann uns nicht zufrieden stellen, definitiv", sagte Hüttel nach dem dritten Springen der Vierschanzentournee am Sonntag in Innsbruck und kündigte Konsequenzen an.
"Deswegen ist es auch so, dass da ein paar Dinge auch bei uns intern hinterfragt werden müssen", sagte Hüttel: "Was ist da passiert? Warum ist es uns nicht gelungen, in den letzten Jahre jüngere Leute so in eine Ausgangsposition zu bringen wie den Felix im Moment. Da müssen wir mit Nachdruck intensiv analysieren und schauen, dass wir so schnell wie möglich hier in den nächsten Jahren die Situation verbessern."
Hoffmann, der mit schon 28 Jahren in dieser Saison in die Weltklasse vorgedrungen ist, liegt als bester Deutscher in der Tournee-Gesamtwertung auf Platz fünf. Auch Raimund, mit 25 Jahren der einzige jüngere Springer, der sich in den vergangenen Jahren im A-Team etablieren konnte, ist Siebter.
Dahinter springt der bereits 35 Jahre alte Pius Paschke solide, die derzeit kaum konkurrenzfähigen Andreas Wellinger (30) und Karl Geiger (32) durften mangels Alternativen die Tournee fortsetzen. Nach dem Rücktritt diverser Leistungsträger wie zuletzt Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe konnten die Lücken nicht geschlossen werden.
"Hier in Österreich ist das besonders schmerzhaft, wenn man sieht, wen die Österreicher alles nachschieben können und was die die letzten Jahre alles hochgezogen haben", sagte Hüttel: "Das ist beneidenswert und da waren wir auch schon mal in einer deutlich besseren Situation. Und es gilt sehr kritisch, auch intern, sehr kritisch zu analysieren, warum das uns in den letzten zwei, drei Jahren nicht gelungen ist."
S.Gregor--AMWN