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Frankfurt trennt sich von Trainer Toppmöller
Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat auf die anhaltende sportliche Misere reagiert und Trainer Dino Toppmöller mit sofortiger Wirkung freigestellt. Dies teilten die Hessen am Sonntag und damit nicht einmal 48 Stunden nach dem enttäuschenden 3:3 (1:1) bei Werder Bremen mit. Am Samstag soll es eine Krisensitzung der Führungsetage um Sportvorstand Markus Krösche gegeben haben. Die SGE war mit nur zwei Punkten aus drei Spielen ins neue Jahr gestartet und hatte dabei neun Gegentore kassiert.
Zunächst werden interimsweise U21-Trainer Dennis Schmitt und U19-Trainer Alexander Meier übernehmen. Fußballlehrer Schmitt wird dabei die federführende Rolle innehaben. In der Königsklasse steht am Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN) das Gastspiel in Aserbaidschan bei Qarabag Agdam an. "Dennis Schmitt und Alexander Meier sind bereit, in dieser herausfordernden Situation Verantwortung für Eintracht Frankfurt zu übernehmen", sagte Krösche: "Das gibt uns die erforderliche Zeit, die Trainerposition dauerhaft zu besetzen."
Krösche lobte Toppmöller zum Abschied ("Wir schätzen seine fachliche Kompetenz, seine Professionalität, seine akribische Arbeitsweise und seinen menschlichen Umgang mit der Mannschaft sehr"), dennoch sei die sportlichen Führung "zu der Überzeugung gelangt, dass wir aufgrund der rückläufigen Entwicklung in den letzten Wochen einen neuen sportlichen Impuls benötigen. Unserem Anspruch, als Eintracht Frankfurt für einen dynamischen, aggressiven und kompakten Fußball zu stehen, sind wir in dieser Saison bislang nur unzureichend gerecht geworden."
Toppmöller bekam über die gesamte Saison die enormen Defensivprobleme nicht in den Griff, 39 Gegentreffer nach 18 Spieltagen sind eher die Bilanz eines Absteigers statt eines Europapokalkandidaten. Generell gewann die Eintracht nur eines der vergangenen neun Pflichtspiele, in der Liga gerät deshalb langsam das Minimalziel Europa in Gefahr. Im Pokal schied Frankfurt bereits in der 2. Runde aus, auch in der Champions League droht noch im Januar das Aus.
"Ich hätte sehr gerne mit dieser Mannschaft weitergearbeitet und mich weiter den Herausforderungen, die da sind, gestellt. Aber ich akzeptiere die Entscheidung", sagte Toppmöller: "Schade, dass es nicht gemeinsam weitergeht."
Toppmöller hatte das Traineramt am Main im Juli 2023 als Nachfolger von Oliver Glasner übernommen, sein Vertrag lief bis 2028. In seiner Premieren-Saison führte er die SGE in der Bundesliga auf Rang sechs, im Jahr danach reichte es mit Platz drei sogar zur erstmaligen Qualifikation über die Liga für die Champions League. Doch nach gutem Start folgte in dieser Spielzeit ein starker Abwärtstrend, den Toppmöller zuletzt nicht mehr aufhalten konnte.
Ch.Kahalev--AMWN