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"Im guten Rahmen": Nagelsmann setzt auf KI-Unterstützung
Bundestrainer Julian Nagelsmann setzt auf die Unterstützung von Künstlicher Intelligenz. "Wir nutzen das in einem guten Rahmen. Ich versuche, mich viel auf mein Bauchgefühl zu verlassen oder das Bauchgefühl zu bestätigen", sagte Nagelsmann im kicker-Interview, fügte aber an: "Was ich selten mache, ist Daten-KI zu nutzen, um eine Entscheidung damit zu treffen, sondern ich habe eine zu treffende Entscheidung und versuche diese aufgrund von Daten zu bestätigen."
Der 38-Jährige bewertet ab und an aber auch eine Situation neu, "wenn der Datensatz oder die KI mal was ganz anderes sagt". Bei der Nationalmannschaft habe man mit Blick auf die WM im Sommer (11. Juni bis 19. Juli) "zum Beispiel analysiert, wie intensiv die durchschnittlichen Spiele in den jeweiligen Ligen für die Spieler waren und wie viele Sprints sie in 15 Minuten machen, um dann schneller in den USA aufgrund der Temperaturen zu reagieren, wenn ein Spieler an seinen Schnitt nicht mehr herankommt".
Beim XXL-Turnier trifft die DFB-Auswahl in der Vorrunde auf die Elfenbeinküste (Côte d'Ivoire), Ecuador und Außenseiter Curacao. "Wer da von Losglück spricht, hat in meinen Augen wenig Ahnung von Fußball", sagte Nagelsmann und präzisierte: "Die südamerikanische Quali-Gruppe ist extrem komplex, und Ecuador war Zweiter hinter Argentinien. Sie haben ein, zwei richtige Top-Spieler, eine gute Physis, eine gute Körperlichkeit. Auch die Elfenbeinküste hat eine Mannschaft mit Spielern, die weitgehend in Europa spielen. Curacao ist sicher kein allgemein hoch eingeschätzter Gegner, aber sie haben Spieler, die nahezu alle in den Niederlanden ausgebildet wurden und fußballerisch gut sind. Was man außerdem sagen muss: Alle drei Gegner sind Hitze mehr gewöhnt als wir."
Nach dem blamablen Scheitern in der WM-Vorrunde 2018 und 2022 ist nun das Erreichen der zweiten Turnierphase aber Pflicht. "Ja, natürlich müssen wir da weiterkommen. Aber: Das war bei den vorangegangenen Turnieren auch so. Am Ende, das habe ich bereits mehrfach gesagt, geht es weniger um das Reden, sondern um das Machen. Natürlich müssen wir auf jeden Fall in die K.-o.-Phase kommen", sagte Nagelsmann.
L.Durand--AMWN