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Eine Woche vor US-Match: Stadion-Angestellte stimmen für Streik
Nur eine Woche vor dem ersten WM-Spiel von Co-Gastgeber USA im SoFi Stadium hat die Gewerkschaft der Angestellten in der Arena im kalifornischen Inglewood für einen Streik gestimmt. 96 Prozent der Mitglieder der Vereinigung UNITE HERE Local 11, die 2000 Beschäftigte vertritt, votierten nach Informationen des Portals The Athletic für einen Arbeitsausstand.
Ersatz für die zumeist im gastronomischen Bereich eingesetzten Stadion-Mitarbeiter ist kurzfristig wohl kaum zu organisieren, da alle für die WM akkreditierten Personen erst noch einen Sicherheitscheck der lokalen Behörden durchlaufen müssen.
In der vergangenen Woche waren die Verhandlungen mit Stadionbetreiber Legends Global ergebnislos abgebrochen worden, zuvor war der bestehende Tarifvertrag ausgelaufen. Ein zentraler Streitpunkt: Vom Fußball-Weltverband FIFA und dem Stadionbetreiber forderte die Gewerkschaft die Garantie, dass keine Agenten der US-Einwanderungsbehörde ICE das Gelände betreten dürfen.
Der Co-Präsident der Gewerkschaft, Kurt Petersen, hatte bei The Athletic erklärt, dass Legends Global "die Bedenken und Forderungen nicht ernst genug nehmen".
In einem Statement vom Freitagabend erklärte die Gewerkschaft: "Die Beschäftigten müssen das Recht haben, die Arbeit niederzulegen, wenn Beamte der US-Einwanderungsbehörde das Stadion betreten und dadurch eine begründete Angst um ihre Sicherheit entsteht – kein Beschäftigter sollte zwischen seinem Arbeitsplatz und seiner Freiheit wählen müssen."
Im riesigen SoFi Stadium nahe des internationalen Flughafens von Los Angeles bestreitet das US-Team am 13. Juni (3.00 Uhr MESZ) sein erstes Gruppenspiel gegen Paraguay. Zudem finden in der Heimstätte der Footballteams Rams und Chargers vier weitere Gruppenspiele, ein Spiel der ersten K.o.-Runde sowie ein Viertelfinale statt.
F.Pedersen--AMWN