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Nach Startelf-Comeback: Erlöser Musiala ist "richtig glücklich"
Es war zweifelsohne berechtigt, dass Michael Olise am Ende dastand und den kleinen silbernen Pokal in den Händen hielt, der dem "Spieler des Spiels" verliehen wird. Verdient gehabt hätte die Auszeichnung freilich auch Jamal Musiala. Beim am Ende überzeugenden 5:0 (0:0) des FC Bayern gegen den FK Bodö/Glimt erzielte er das wichtigste Tor des Abends: Sein 1:0 nur 76 Sekunden nach der Pause war nach zäher erster Halbzeit eine Erlösung gegen bis dahin sehr widerspenstige Norweger.
Vor allem auch Musiala selbst war daher "richtig glücklich" nach dem gelungen Königsklassen-Auftakt der Münchner: "Erster Start, Champions League, ich freue mich jetzt, wieder im Rhythmus zu sein", sagte er bei DAZN. Und das Tor? "Es war ein super Moment. Ich bin richtig glücklich, für mich selbst, für die Mannschaft. Ich habe vom Trainerteam, von der Mannschaft viel Support bekommen. Den Abend werde ich gut genießen."
Die Freude von Musiala, der in der 65. Minute vom Platz durfte, wurde erwartungsgemäß geteilt, unter anderem von Harry Kane. "Er hatte eine harte Zeit zu Beginn der Saison. Es ist schön, ein Lächeln in seinem Gesicht zu sehen. Er kann sehr stolz auf sich sein", sagte der Engländer bei DAZN über den Startelf-Rückkehrer, der zum ersten Mal seit dem Pokalfinale am 23. Mai ein Pflichtspiel für die Münchner von Beginn an bestritt.
Zugleich betonte der Kane, der den Treffer zum 2:0 (61.) folgen ließ, die Bedeutung der Führung durch Musiala: "Das frühe Tor hat das Spiel eröffnet, das hat uns geholfen." Danach ging es leichter, begünstigt auch durch den Wechsel im Tor der Norweger: Der starke Nikita Haikin musste in der Pause verletzt ausgewechselt werden, sein Stellvertreter Julian Faye Lund konnte auch gegen die traumhaften Weitschüsse von Alphonso Davies (77.) und eben Olise (83., 90.+2) nichts ausrichten.
Sportvorstand Max Eberl wirkte danach erleichtert, nicht nur wegen des "wichtigen Sieges". Bei Musiala, sagte er, "kommt wieder Normalität rein und das ist das Schönste für ihn." Und ja, ergänzte Eberl, man habe auch gesehen, "es hat nicht alles geklappt, aber er hat sich bemüht". Dass Musiala dann aber "das 1:0 in der zweiten Halbzeit macht, das sind so Geschichten, die der Fußball schreibt, aber das hat der Junge sich auch verdient."
Nach einer zähen ersten Halbzeit, in der Bodö/Glimt in der Defensive hervorragend sortiert war und sich bei eigenem Ballbesitz auch mutig nach vorne wagte, war das Tor von Musiala auch dringend nötig. "Das war", betonte Eberl, "schon keine unkomplizierte Aufgabe, die wir hinten raus dann aber mit Bravour gelöst haben, mit Geduld." Und Traumtoren.
S.F.Warren--AMWN