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DLRG: 101 Badetote allein im Juni - im Sommer mehr Badetote als im Vorjahr
In den Sommermonaten hat es in Deutschland zwölf Badetote mehr gegeben als im Sommer 2025. Wie die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) am Mittwoch in Bad Nenndorf mitteilte, ertranken zwischen Ende Mai und dem Ende der Sommerferien 248 Menschen. Besonders viele Tote gab es demnach im Juni, als 101 Menschen ertranken. Lediglich im Juni 2003 hatte es demnach mehr Badetote gegeben.
Seit Jahresbeginn lag die Zahl der Badetoten mit 320 leicht unter dem Vorjahreswert von 328 Toten. "Während es im Jahresverlauf zumeist zu weniger Unfällen kam, ertranken im Monat Juni außergewöhnlich viele Menschen", erklärte DLRG-Präsidentin Ute Vogt.
Die DLRG verzeichnete einen Anstieg bei jungen Badetoten. Seit Jahresbeginn ertranken 88 Menschen zwischen elf und 30 Jahren, 15 mehr als im gesamten Jahr 2025. Mehr als 90 Prozent der jungen Badetoten waren zudem männlich.
"Jugendliche und junge Männer gehen häufig vermeidbare Risiken ein - dabei spielen Leichtsinn, Selbstüberschätzung und mangelnde Schwimmkompetenz eine wesentliche Rolle", erklärte Vogt. Aber auch über alle Fälle hinweg waren mit 85 Prozent Jungen und Männer deutlich überrepräsentiert bei den Badetoten.
Unter den Senioren sank die Zahl der Badetoten im Gegensatz zu jungen Menschen deutlich. Im Alter ab 60 Jahren starben 84 Menschen, 24 weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch in der Altersgruppe von 31 bis 60 Jahren gab es einen Rückgang - bis Ende des Sommers starben 69 Menschen, 25 weniger als im Vorjahr.
Die meisten Todesfälle gab es in Seen und Teichen. 146 Opfer in diesen Gewässern bedeuten vier mehr als im Vorjahreszeitraum. In Flüssen und Bächen ereigneten sich mit 103 Unglücken 17 Todesfälle weniger als 2025. Leichte Anstiege gab es in Kanälen mit einem Plus von neun sowie in den Meeren und in Schwimmbädern mit einem Plus von jeweils zwei.
S.Gregor--AMWN