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Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Hamburger Experten entwickeln mobilen Computertomographen für Forschungszwecke
Forschende aus Hamburg haben einen weltweit einmaligen leistungsstarken mobilen Computertomographen für die archäologische Forschung entwickelt. Das Gerät wiege knapp über 400 Kilogramm und sei damit deutlich leichter als bisherige Computertomographen mit der erforderlichen Strahlungsintensität, teilte die Universität Hamburg am Mittwoch mit. Diese brächten es normalerweise auf ein Gewicht von mehreren Tonnen. Das neue Gerät soll dazu dienen, versiegelte Keilschrifttafeln aus dem antiken Mesopotamien in Museen zu untersuchen.
Erstmals in den Forschungseinsatz geht der gemeinsam von Expertinnen und Experten der Hamburger Universität und des in Hamburg angesiedelten Deutschen Elektronen-Synchrotrons (Desy) entwickelte Tomograph im Februar im Louvre in Paris. In dem Museum lagern rund 12.000 Keilschrifttafeln aus Mesopotamien im Alter von etwa 4000 Jahren, zwölf davon sollen näher untersucht werden.
Computertomographen arbeiten mit Röntgenstrahlen. Gedacht ist das Gerät nach Angaben der Universität für die zerstörungsfreie Analyse von mesopotamischen Keilschrifttafeln, die noch verschlossen in ihren originalen Tonumschlägen stecken und deshalb bislang nicht gelesen werden konnten. So werde "für die Altertumsforschung eine Fülle bisher unzugänglicher Quellen" erschlossen.
Die größte Herausforderung beim Bau des mobilen Computertomographen sei die Abschirmung der Röntgenstrahlung gewesen, erklärte Chefentwickler Christian Schroer vom Institut für Nanostruktur- und Festkörperphysik der Universität Hamburg. Die Leichtbauweise des Geräts mit der Bezeichnung Enci habe mit dem erforderlichen Strahlenschutz kombiniert werden müssen.
Ch.Kahalev--AMWN