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Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Pariser Gipfel zu Künstlicher Intelligenz: Teilnehmer beraten über Chancen und Risiken
Mit einem Aufruf zur Entwicklung einer Künstlicher Intelligenz (KI), die dem Gemeinwohl dienen soll, hat am Montag in Paris ein zweitägiges KI-Gipfeltreffen begonnen. "Wir müssen uns fragen, ob wir eine Künstliche Intelligenz schaffen können, die das Gemeinwohl stärkt", sagte die US-Wissenschaftlerin Fei-Fei Li in ihrer Eröffnungsansprache. Eine Allianz europäischer Unternehmen forderte "drastisch" einfachere Regulierungen für die Entwicklung von KI in der EU.
Zu dem vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron ausgerichteten Gipfel wurden 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet, unter ihnen zahlreiche Spitzenpolitiker, Unternehmer und Experten. Es soll sowohl um die Möglichkeiten von KI etwa im Bereich von Gesundheit gehen, als auch um globale Absprachen über einen ethisch vertretbaren Einsatz.
Neun Länder, darunter Frankreich und Deutschland, sowie Verbände und Unternehmen hatten bereits am Vorabend eine Initiative namens "Current AI" angekündigt, die die Entwicklung von KI von öffentlichem Interesse fördern solle. Die Initiative will in den kommenden fünf Jahren bis zu 2,5 Milliarden Dollar zusammenbekommen, um den Zugang zu privaten und öffentlichen Datenbanken in Bereichen wie Gesundheit und Bildung zu fördern. Ziel ist nach Angaben der Gründer, KI transparenter und sicherer zu machen.
Auf dem Programm am Montag standen zahlreiche Podiumsdebatten, etwa zur Rolle von KI auf dem Arbeitsmarkt oder in Kultur und Medien. Der Gipfel in Paris ist nicht zuletzt ein Versuch, Europas Rolle in einem Bereich zu stärken, der von US- und chinesischen Konzernen dominiert wird.
Die mehr als 60 europäischen Unternehmen schlossen sich zur der "Champions Initiative" im Bereich KI zusammen; ihr Ziel sei, Europa zu einem "Weltmarktführer" zu machen, wie das Bündnis mitteilte. Zu den Unterzeichnern zählen aus Deutschland etwa die Deutsche Bank, Lufthansa, Mercedes-Benz und Siemens.
"Wir glauben an Europas Fähigkeit", erklärte Robin Rombach, Mitbegründer des in Freiburg ansässigen KI-Unternehmens Black Forest Labs. Die Initiative komme zum richtigen Zeitpunkt, "um europäischen Unternehmen zu helfen, Europa an die Spitze der KI zu stellen und unsere Wirtschaft zu transformieren", betonte der Gründer des französischen Unternehmens Mistral AI, Arthur Mensch.
Zu den Gipfelteilnehmern zählen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Chinas Vize-Regierungschef Ding Xuexiang, US-Vizepräsident JD Vance und Indiens Premierminister Narendra Modi. Aus der Technologiebranche sollen unter anderem die Chefs der US-Unternehmen OpenAI, Sam Altman, und Google, Sundar Pichai, kommen.
P.Costa--AMWN