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Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Französische Akademie: "Autoritäre Entwicklung" in den USA
Die französische Akademie der Wissenschaften hat die Zurückweisung eines französischen Wissenschaftlers auf seiner Reise zu einer Tagung in Houston als "autoritäre Entwicklung" kritisiert. Das Einreiseverbot für den Forscher wegen Trump-kritischer Nachrichten in seinem Mobiltelefon bedeute einen "schweren Angriff auf die grundlegenden Freiheiten der Wissenschaft, insbesondere die Meinungsfreiheit und Reisefreiheit", heißt es in der am Freitag in Paris veröffentlichten Stellungnahme.
Die Akademie ruft die internationalen wissenschaftlichen Institutionen auf, "auf diese beispiellose Situation zu reagieren und eine autoritäre Entwicklung zu verurteilen, die der Wissenschaft schadet".
Der Wissenschaftler, der für das nationale Forschungszentrum CNRS unterwegs war und sich mit dem Weltall beschäftigt, war Anfang März auf dem Weg nach Houston gewesen. Bei seiner Ankunft geriet er in eine Kontrolle nach dem Zufallsprinzip. Dabei wurden auch sein privates Mobiltelefon und sein Dienst-Laptop untersucht.
Nach Angaben aus diplomatischen Kreisen hatte er in privaten Chats seine Meinung über die Wissenschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump geäußert.
Die US-Behörden hätten ihm vorgeworfen, dass dies "Hass auf Trump zum Ausdruck bringen und als Terrorismus eingestuft werden könne". Seine Arbeitsunterlagen und privaten Gegenstände seien konfisziert worden. Der Wissenschaftler wurde am folgenden Tag nach Europa zurückgeschickt.
Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat US-Präsident Trump mit Ankündigungen wie drastischen Budgetkürzungen und einer Zensur subventionierter Forschungsbereiche wiederholt die Wissenschaftsgemeinschaft erschüttert.
S.Gregor--AMWN