-
Quartalszahlen: US-Tech-Riesen verzeichnen starke Gewinnsteigerungen
-
Zahl der Abschiebungen aus Deutschland im ersten Quartal 2026 gesunken
-
Merz besucht Deutsches Heer in Munster
-
Schwedens König Carl XVI. Gustaf feiert seinen 80. Geburtstag
-
Trump greift Powell wegen dessen vorübergehenden Verbleibs bei der Fed an
-
DGB-Chefin Fahimi droht mit Protesten gegen Sozialreformen
-
Staatsmedien: Iranische Vertreter reisen vor Fifa-Kongress aus Kanada ab
-
CDU-Wirtschaftsrat: Klingbeils Etat-Entwurf "finanzpolitisches Armutszeugnis"
-
Trump: USA erwägen Reduzierung ihrer Truppenstärke in Deutschland
-
Erste Anhörung von Hegseth seit Beginn des Iran-Krieges - Scharfe Kritik der Demokraten
-
Remis im Hexenkessel: Arsenal träumt vom Endspiel
-
Volleyball: Berlin gewinnt erstes Finalspiel
-
Umfrage: CDU in Berlin fünf Monate vor Abgeordnetenhauswahl nur noch knapp vorn
-
Korruptionsprozess in Spanien: Zeuge erhebt schwere Vorwürfe gegen Regierungschef Sánchez
-
Iranische Delegation bleibt FIFA-Kongress fern
-
Klarer Hinspielsieg: Magdeburg hat Final Four in Sichtweite
-
Britischer König Charles III. besucht Gedenkstätte für 9/11-Opfer in New York
-
"Können mit ihnen planen": Freiburger Quartett kehrt zurück
-
Umfrage: Deutsche halten Merz-Regierung für weniger harmonisch als die Ampel
-
Klingbeil rechtfertigt hohe Neuverschuldung
-
Ende einer Ära: Letzte Vertreter des Erbadels scheiden aus britischem Oberhaus aus
-
Romandie: Lipowitz verpasst Etappensieg knapp
-
Trump erwägt monatelange Hafenblockade und droht Iran im Atomstreit
-
Neues Heizungsgesetz verzögert sich: Regelung im aktuellen Gesetz soll ausgesetzt werden
-
Umweltkriminalität soll künftig härter bestraft werden können
-
Supreme Court: Zuschnitt der Wahlkreise in US-Bundesstaat Louisiana verfassungswidrig
-
Bafög-Reform: Koalition einig bei Finanzierung
-
Impulse bei Konferenz im kolumbianischen Santa Marta für Ausstieg aus den Fossilen
-
Schläge bei Festnahme: Hessischer Polizist verliert Beamtenstatus
-
Londoner Polizei stuft Messerangriff auf Juden als "terroristisch" ein
-
Urteil: Erzwungene Umsiedlung bei Bodenreform gilt nicht als Zersetzungsmaßnahme
-
Designierter Fed-Chef Warsh nimmt erste Hürde im US-Senat
-
Gericht: Bewohner in Brandenburger Pflegeheimen haben Anspruch auf Einzelzimmer
-
Ungarns designierter Regierungschef Magyar wirbt in Brüssel für Freigabe von EU-Geldern
-
Fehlender Vaterschaftsurlaub in Deutschland wird Fall für Europäischen Gerichtshof
-
Gesundheitliche Gründe: Thomas Gottschalk verschiebt Rückkehr auf Bühne bis Herbst
-
Frankreich stellt bei Konferenz in Santa Marta Fahrplan für Ausstieg aus Fossilen vor
-
16-Jährige in Niedersachsen vor Zug gestoßen: Unterbringung in Psychiatrie
-
Trump droht Iran im Atomstreit: Teheran soll "besser schnell zur Vernunft kommen"
-
Kreml: Siegesparade am 9. Mai ohne Panzer - Wegen Bedrohung aus Ukraine
-
Mutmaßlicher Russland-Spion in Untersuchungshaft genommen
-
Haushalt 2027: Rekordinvestitionen und hohe Neuschulden - Fokus auf Verteidigung
-
Weniger Bürokratie für Landwirte: Bundesregierung bringt neues Düngerecht auf den Weg
-
Merz lobt Krankenkassen-Reform als "historisch" - Kritik an Sparpaket hält an
-
Durchsuchungen wegen Geldwäsche in großem Stil in mehreren Bundesländern
-
Bundesverwaltungsgericht bestätigt Verbot von Neonazisekte Artgemeinschaft
-
Illegale Cannbisplantage in Lagerhalle entdeckt - vier Männer festgenommen
-
Jüdische Organisation: Zwei Menschen in London niedergestochen
-
Kleindienst bei Gladbach zurück im Team-Training
-
Energiepreisschock: Inflationsrate steigt im April auf 2,9 Prozent
Dresden gedenkt Bombardierung im Zweiten Weltkrieg - Rechtsextremer Aufmarsch am Samstag
In Dresden ist am Freitag der Bombardierung der Stadt kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs vor 81 Jahren gedacht worden. Am Abend schloss sich wieder die traditionelle Menschenkette um die historische Altstadt, zuvor hatte es Gedenkveranstaltungen etwa auf Friedhöfen gegeben. Am Samstag mobilisieren wie in den Vorjahren Rechtsextreme zu einem sogenannten Gedenkmarsch. Es gibt Gegenproteste, die Polizei plant einen Einsatz.
Bei schweren Luftangriffen alliierter Bomber auf Dresden am 13. und 14. Februar 1945 waren rund 25.000 Menschen getötet worden. Große Teile der Altstadt wurden zerstört. Mit Kranzniederlegungen und Andachten wird jedes Jahr daran erinnert. Die Menschenkette um die Altstadt, in der sich Baudenkmäler wie die Frauenkirche befinden, gehört seit 2010 dazu.
Auf von der Stadt im sozialen Netzwerk Instagram verbreiteten Videos war zu sehen, wie sich die Menschenkette in der Innenstadt unter dem Geläut der Dresdner Kirchen am frühen Freitagabend schloss. Außerdem wurden zahlreiche Kerzen vor der Frauenkirche entzündet und das traditionelle sogenannte Bürgersingen zum Gedenken angestimmt. Jedes Jahr beteiligen sich an den Veranstaltungen viele tausend Menschen.
Schon am Freitag wurden nach Polizeiangaben parallel zum offiziellen Gedenken erste Versammlungen der rechten Szene erwartet. Immer wieder versuchen Rechtsextreme, die Erinnerung an die Bombardierung für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Beim 80. Jahrestag im vergangenen Jahr gab es einen größeren Aufmarsch sowie zahlreiche Gegendemonstrationen.
In diesem Jahr erwartet die Polizei in der sächsischen Hauptstadt aufgrund des weniger symbolträchtigen Jahrestags nach eigenen Angaben einen insgesamt ruhigeren Verlauf. Sie plant wegen des rechtsextremen Aufmarsches am Samstag aber trotzdem einen Großeinsatz. Unterstützt werden die Beamten unter anderem von Einsatzkräften der Polizei aus Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein sowie der Bundespolizei.
Nach Stadtangaben soll die jährliche Menschenkette ein Zeichen gegen Krieg, Gewalt und die politische Instrumentalisierung des Geschehens sowie für Demokratie und Freiheit setzen. Die Bombardierung Dresdens war bereits von den Nationalsozialisten für Propaganda benutzt worden.
Heute versuchen Rechtsextreme und Neonazis nach Angaben des sächsischen Landesverfassungsschutzes das jährliche Gedenken zur Verbreitung von geschichtsrevisionistischen und verfassungsfeindlichen Erzählungen zu nutzen. Dazu gehören demnach die Relativierung des Holocaust und die Umdeutung des vom nationalsozialistischen Deutschland entfesselten Weltkrieges in einen völkischen "Freiheitskampf". Die rechtsextreme Propaganda operiert dabei oft auch mit weit überhöhten Opferzahlen.
"Wir erinnern an das unermessliche Leid, das Deutsche mit dem Zweiten Weltkrieg über unzählige Menschen gebracht haben", erklärte Sachsens Ministerin für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt, Petra Köpping (SPD), bereits im Vorfeld. Die Menschenkette stehe "für friedliches Erinnern, für Versöhnung und für den entschlossenen Einsatz gegen den Missbrauch des Gedenkens durch Rechtsextreme". Es gehe auch darum, das Verständnis für historische Zusammenhänge lebendig zu halten.
T.Ward--AMWN