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Berlins Verkehrssenatorin: Finanzierung von Deutschlandticket Sache des Bundes
In der Diskussion um die Finanzierung des Deutschlandtickets hat die Berliner Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) ausgeschlossen, dass die Bundesländer mehr Geld für das Ticket geben. "Die Kommunen und Länder haben das Geld nicht zur Verfügung", sagte Bonde am Donnerstag im Sender RBB. Der Bund könne "nicht in seinem Koalitionsvertrag festschreiben, dass die Fahrgäste nicht mehr bezahlen werden." Das sei ein Vertrag zu Lasten Dritter, kritisierte Bonde.
Um die Finanzierung des Deutschlandtickets wird seit der Einführung im Mai 2023 immer wieder gestritten. In den Jahren 2023 bis 2025 zahlten Länder und Bund jeweils 1,5 Milliarden Euro, um Einnahmeausfälle bei den Verkehrsbetrieben auszugleichen. Diese Summe reicht aber nicht aus. Die Bundesländer wollen daher nach Angaben der saarländischen Verkehrsministerin Petra Berg (SPD) auf der Sonder-Verkehrsministerkonferenz am Donnerstag eine Preiserhöhung auf "maximal 62 Euro" beschließen.
Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, das Deutschlandticket fortzuführen. Preiserhöhungen soll es dieser Vereinbarung zufolge erst ab 2029 geben. Das Ticket kostet aktuell 58 Euro monatlich.
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen forderte, nicht immer wieder die Finanzierung des Tickets in Frage zu stellen. Geschäftsführer Alexander Möller sagte im RBB: "Wir brauchen Verlässlichkeit." Die Diskussion über die Existenz des Tickets "alle paar Monate" führe nicht dazu, dass Fahrgäste dauerhaft bereit seien, auf den ÖPNV umzusteigen. "Und das bedeutet gleichzeitig: Wir haben keine Planungssicherheit."
M.Fischer--AMWN