-
Ukraine-Kredit: Merz nennt Orbans Blockade "groben Verstoß gegen Loyalität der Mitgliedstaaten"
-
Bundeswirtschaftsministerin Reiche kritisiert mögliche Lockerung von US-Sanktionen gegen Iran
-
Iran-Krieg: EU mahnt angesichts möglicher Migrationsbewegungen zu "Wachsamkeit"
-
Italien: Lega-Nord-Gründer Umberto Bossi gestorben
-
EU-Gipfelteilnehmer fordern Stopp von Angriffen auf Energieanlagen
-
Umfrage vor Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: CDU und SPD fast gleichauf
-
Netanjahu: Israel handelte bei Angriff auf iranisches Gasfeld South Pars alleine
-
Sieg gegen Olmütz: Mainz schreibt Geschichte
-
Historisch: Freiburg erfüllt sich Viertelfinal-Traum
-
"Wie geplant": FIFA will iranische WM-Spiele nicht verlegen
-
Offensiv-Feuerwerk: Handballer gewinnen ersten WM-Härtetest
-
EU-Gipfel: Orban hält an Blockade des Ukraine-Kredits fest
-
Iran fordert von Berlin Klarstellung zur Nutzung von Ramstein durch USA
-
Iran-Krieg: Trump-Forderung an Kongress könnte Ukraine-Kosten übersteigen
-
Erste Hürde für US-Handelsdeal genommen: EU-Parlament stimmt für Zollabschaffungen
-
Gedenkstätten fordern Aufnahme von KZs in Unesco-Welterbe-Liste
-
Botschafter: Iran fordert von Berlin Klarstellung zur Nutzung von Ramstein durch USA
-
Weiterer Energiepreisschock nach Angriffen auf Energieinfrastruktur in Nahost
-
Trump erwartet von Japan mehr Einsatz im Iran-Krieg
-
Belletristik-Preis der Leipziger Buchmesse für Poladjan - Kritik an Weimer
-
Italien und Dänemark warnen vor Fluchtbewegung durch Iran-Krieg wie im Jahr 2015
-
UN-Schifffahrtsorganisation fordert Evakuierungskorridor für Schiffe im Persischen Golf
-
Jeanmonnot holt Gesamtweltcup - Voigt als 16. beste Deutsche
-
Belletristik-Preis der Leipziger Buchmesse für Katerina Poladjan
-
Vergewaltigungsvorwürfe: Anwalt von Mette-Marits Sohn fordert Freispruch
-
Deutsche Rüstungsindustrie soll enger mit zivilen Unternehmen verzahnt werden
-
Von Trump nominierter Heimatschutzminister knapp durch Ausschuss bestätigt
-
23-Jähriger entführt in Bayern Kind aus Standesamt
-
Tag der Demokratiegeschichte am 18. März wird aufgewertet
-
Pistorius schließt deutschen Hormus-Einsatz nicht aus - und nennt Bedingugen
-
Stadionsicherheit: Sportministerkonferenz erhöht Druck auf DFL
-
Atomkraft-Debatte: AfD fordert Wiedereinstieg - Heftiger Gegenwind im Bundestag
-
Nach Einspruch: Dzeko-Sperre auf ein Spiel reduziert
-
US-Sondergesandter spricht in Minsk über möglichen USA-Besuch Lukaschenkos
-
Thüringen: Arbeiter wird zwischen Lastwagen und Laderampe eingequetscht und stirbt
-
Schockanruf in Bayern: Betrüger erbeuten Schmuck für mehrere hunderttausend Euro
-
Welthandelsorganisation: Krieg in Nahost belastet Handelsströme massiv
-
Bayern: Lebenslange Haft nach Todesschüssen auf Hochzeitsfeier in Fürth
-
Schienennutzung: Regionale Verkehrsunternehmen schlagen nach EuGH-Urteil Alarm
-
Politik-Erklärer Nagelsmann? "Das ist nicht meine Rolle"
-
Gleitschirmverein scheitert mit Klage gegen Windrad in Nordrhein-Westfalen
-
Lügenkonstrukt erschaffen und Kinder misshandelt: Fast vier Jahre Haft in Bremen
-
Regierung plant Aufklärungskampagne über Gefahren von Social Media
-
Drei Tote bei russischen Drohnenangriffen in der Ostukraine
-
Nagelsmann über Musiala: "Das bringt nichts"
-
Baumgart lobt Kompany: "Wie trainiert man das?"
-
US-Verteidigungsminister Hegseth: Kein Zeitplan für Ende des Iran-Kriegs
-
EZB lässt Leitzinsen trotz Energiepreisschocks vorerst unverändert
-
Iran-Krieg: Tausende Luxuswagen auf Weg nach Dubai auf kenianischer Insel gestrandet
-
Iran-Krieg: Energieanlagen in Golfregion zunehmend Ziel von Angriffen - Ölpreis steigt massiv
Riester-Kündigungen auf Rekordkurs: Finanztip fordert Reform der Altersvorsorge
Die Riester-Rente wird zunehmend zum Auslaufmodell: Allein von Januar bis August 2025 wurden rund 220.000 Abschlüsse vorzeitig gekündigt, wie aus einer Analyse des Verbraucherportals Finanztip hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch vorlag. Nötig sei angesichts dieser Entwicklung eine Reform der Altersvorsorge, die über die von der schwarz-roten Koalition geplante Frühstart-Rente hinausgeht, forderte Finanztip.
Mit der Riester-Rente fördert der Staat seit 2002 den Aufbau einer privaten Altersvorsorge. Allerdings gibt es schon seit Langem Kritik an dem Modell - unter anderem wegen hoher Kosten, bürokratischer Hürden und niedriger Rendite.
Bereits im vergangenen Herbst hatte Finanztip moniert, dass von insgesamt mehr als 20 Millionen abgeschlossen Verträgen knapp ein Viertel vorzeitig gekündigt worden sei. 2025 drohe nun, wenn das von Januar bis August festgestellte Tempo anhalte, zu einem "Rekordjahr für Riester-Kündigungen" zu werden.
"Die Riester-Rente startete vor fast 25 Jahren mit dem Versprechen, die Rentenlücke zu schließen und den Menschen eine verlässliche Altersvorsorge zu bieten", erklärte Finanztip-Chefredakteur Saidi Sulilatu am Mittwoch. "Dieses Vorhaben ist gescheitert", fügte er hinzu. Insgesamt wurden laut Finanztip bis heute mehr als fünf Millionen Verträge vorzeitig gekündigt.
Die Bundesregierung will ab 2026 eine sogenannte Frühstart-Rente einführen. Dabei sollen Kinder zwischen sechs und 18 Jahren vom Staat zehn Euro pro Monat für ein individuelles, kapitalgedecktes und privatwirtschaftlich organisiertes Altersvorsorgedepot erhalten. Zusätzlich soll laut Koalitionsvertrag die betriebliche Altersversorgung gestärkt und deren Verbreitung "besonders in kleinen und mittleren Unternehmen und bei Geringverdienern" vorangetrieben werden.
Finanztip hält dies für nicht ausreichend. Eine Ausweitung des unterstützten Personenkreises sei nicht geplant, eine wirkliche Riester-Reform nicht absehbar. "Ein Fehler, denn die Frühstart-Rente in der diskutierten Form verfehlt das Ziel einer breiten Vorsorge", kritisierte Sulilatu. "Altersvorsorge ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe - nicht nur eine Kinderzulage." Gerade Eltern, Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger oder Alleinerziehende bräuchten Unterstützung, sonst bleibe ein sicheres Alterseinkommen oft unerreichbar.
Finanztip plädiert deshalb in einem Positionspapier für ein staatlich gefördertes Vorsorgedepot für alle Verbraucherinnen und Verbraucher - unabhängig vom Alter beim Start, und "ohne komplizierten Antrag oder Einkommensprüfung".
Dabei müssten fünf Lehren aus den Erfahrungen mit der Riester-Rente gezogen werden, führte das Verbraucherportal weiter aus. So sollten die Gesamtkosten für das Vorsorgedepot - inklusive Fondsverwaltung und Depotführung - auf maximal 0,5 Prozent pro Jahr gedeckelt werden. Zudem müsse es auch Produkte ohne Garantien geben, denn die hundertprozentige Beitragsgarantie habe Riester in der Niedrigzinsphase unattraktiv gemacht.
Außerdem seien sowohl flexible Auszahlungsmodelle als auch klare und transparente Regeln nötig - ebenso wie eine breite Beteiligung. Für letztere hält Finanztip eine Opt-out-Lösung für sinnvoll: "Wer nicht widerspricht, spart automatisch - ein Vorteil für Geringverdienende und finanzferne Gruppen, die stark von Altersarmut bedroht sind."
O.Norris--AMWN