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Anteil der Erneuerbaren an der Stromproduktion im dritten Quartal bei 64 Prozent
Im dritten Quartal dieses Jahres wurden 64,1 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms mit erneuerbaren Energien produziert. Das ist ein neuer Höchststand für ein drittes Quartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Der absolute Höchstwert war im zweiten Quartal 2025 mit 67,5 Prozent erreicht worden, auch im zweiten Quartal 2024 lag der Erneuerbaren Anteil mit 65,3 Prozent höher.
Insgesamt wurden in diesem dritten Quartal 98,3 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt - 2,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei den Erneuerbaren betrug der Anstieg 3,0 Prozent und bei den konventionellen Energieträgerun um 0,4 Prozent.
Den größten Anteil hatte die Windkraft mit gut einem Viertel der gesamten Produktion. Solarstrom folgte mit fast einem Viertel der Gesamtproduktion knapp dahinter. Kohle als Energieträger stand noch für gut ein Fünftel der Stromproduktion, im dritten Quartal 2022 hatte ihr Anteil noch bei gut 36 Prozent gelegen. Dahinter folgten Erdgas, Biogas und Wasserkraft.
Die Stromimporte aus dem Ausland gingen im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 11,9 Prozent auf 20,7 Milliarden Kilowattstunden zurück. Zugleich stiegen die Exporte um 5,9 Prozent auf 12,5 Milliarden Kilowattstunden.
Die im Inland erzeugte und ins Netz eingespeiste Strommenge ist wegen der Im- und Exporte sowie weiterer Faktoren nicht gleichzusetzen mit dem Stromverbrauch. So erfasst die Statistik alle Kraftwerke und Erzeugungsanlagen in Deutschland, die Strom in das Netz für die allgemeine Versorgung einspeisen. Nicht enthalten ist zum Beispiel Strom, der in Industriekraftwerken erzeugt und direkt in den Industriebetrieben wieder verbraucht wird oder Strom, der durch Photovoltaik-Anlagen privater Haushalte erzeugt und im Haushalt verbraucht wird.
Das Freiburger Frauenhofer-Institut hatte zuletzt mit einer neuen Berechnungsmethode erstmals den Anteil des Eigenverbrauchs bei privaten Solaranlagen geschätzt. Laut der in der vergangenen Woche vorgestellten Studie wurde im vergangenen Jahr 17 Prozent der Produktion privater PV-Anlagen nicht eingespeist, sondern verbraucht oder gespeichert.
F.Bennett--AMWN