-
Medienberichte: Bas will Höchstwochenarbeitszeit an Tarifverträge knüpfen
-
Urteil: Große Festzelte auf Oktoberfest dürfen vorläufig vergeben werden
-
Presse: Rentenkommission einigt sich mehrheitlich auf Empfehlungen
-
Reeder: Normaler Schiffsverkehr durch Straße von Hormus dürfte noch dauern
-
Gerichtstermin wegen Klage von Schauspieler Ulmen gegen Produktionsfirma aufgehoben
-
Mann in Polen nach Tötung von kreml-kritischem Künstler Skrepezki festgenommen
-
Deutlich mehr Baugenehmigungen im April - Branche sieht aber weiter großen Bedarf
-
Privathaushalte finanzieren mehr als die Hälfte der Gesundheitsausgaben
-
"Die beste Woche": Telekom zieht positive WM-Zwischenbilanz
-
Hochsommerliche Hitzewelle rollt an: DLRG warnt vor tödlichen Badeunfällen
-
Tod von Kleinkind in überhitztem Auto - Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung
-
"Beleidigte Leberwurst": Grüne kritisieren Wadephuls Überlegungen zu UN-Kürzungen
-
Massiver ukrainischer Drohenangriff auf Moskau - Rauchsäulen über russischer Hauptstadt
-
Sachverständigenrat warnt vor Abbau ökologischer Standards im Umweltrecht
-
Sanierung Bahnstrecke Berlin-Hannover: Züge brauchen mindestens eine Stunde länger
-
BSW-Gründerin Wagenknecht stellt Regierungsbeteiligung in Thüringen in Frage
-
Deutsche Marineschiffe passieren Suezkanal auf Weg zu möglichem Hormus-Einsatz
-
Für Zukunft von Premier Starmer entscheidende Nachwahl in England begonnen
-
Deutlich mehr Baugenehmigungen im April
-
Hegseth: Einige Nato-Verbündete müssen bei Verteidigungsausgaben "mehr tun"
-
13-Jähriger auf E-Scooter stirbt bei Unfall auf Landstraße in Hessen
-
Rahmenabkommen für Ende des Iran-Kriegs unterzeichnet - Straße von Hormus soll nun öffnen
-
Warentest: Viele Kinder-Sonnencremes bieten guten Schutz - aber fünf fallen durch
-
WNBA: Sabally und Fiebich feiern achten Erfolg in Serie
-
Díaz überragt: Kolumbien schlägt WM-Neuling Usbekistan
-
EU-Verteidigungskommissar fordert genauere Infos über künftigen Nato-Beitrag der USA
-
Kubas Kommunistische Partei beschließt Reformen für mehr Marktwirtschaft
-
Apple-Chef: KI-Boom macht iPhones und andere Geräte teurer
-
Wirtschaftskrise in Kuba: Drastische Einschränkungen im Bus- und Zugverkehr
-
Bundesgerichtshof prüft Auskunftsanspruch gegen Schufa
-
US-Notenbank lässt Leitzins auch unter Trump-nahem Fed-Chef Warsh unverändert
-
18-Jähriger bei Unfall mit Pferdekutsche im New Yorker Central Park gestorben
-
Last-Minute-Treffer: Ghana ringt Panama nieder
-
Linke streitet über Gehaltsdeckel - Abgeordnete schreiben an Parteispitze
-
Selenskyj erörtert Ergebnisse des G7-Gipfels mit Trump und Macron
-
Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs bereits von Trump und iranischem unterzeichnet
-
Wadephul erwägt Kürzungen bei UN-Engagement - Reaktion auf Niederlage bei Wahl
-
Auch dank Kane-Doppelpack: Tuchels Engländer feiern Auftaktsieg
-
Mutter vergisst Kleinkind stundenlang im Auto: 20 Monate altes Mädchen stirbt
-
Trump nimmt an Abendessen mit Macron auf Schloss Versailles teil
-
Schröder, Wagner und Klingbeil sehen zu: Bayern schlägt zurück
-
Auch unter Trump-nahem Fed-Chef Warsh: US-Notenbank lässt Leitzins unverändert
-
OpenAI-Chef appelliert an G7: Verantwortung für KI nicht den Tech-Firmen überlassen
-
Wadephul spricht sich für Entschädigung für polnische NS-Opfer aus
-
US-Notenbank lässt Leitzins auch unter Trump-nahem neuen Chef unverändert
-
Ronaldo abgemeldet: Portugal mit Fehlstart
-
Edelreservist Rüdiger : "Sei den Jungs gegönnt"
-
Uran-Verdünnung gegen Aufhebung von Ölsanktionen: USA veröffentlichen Iran-Abkommen
-
Schock in Frankreich: Brests Trainer Roy an Krebs verstorben
-
Seismologen in Norwegen messen kleine Beben nach WM-Toren Haalands
Hundert Meter langer Kanal für Buckelwal: Hoffnung auf schnelle Rettung schwindet
Im Drama um den seit mittlerweile dreieinhalb Wochen vor der Ostseeinsel Poel festliegenden Buckelwal schwinden die Chancen auf eine schnelle Befreiung des Tiers. Die von den Behörden geduldete private Rettungsinitiative will nun nach Angaben vom Donnerstag zunächst eine mehr als hundert Meter lange Rinne graben, um für das derzeit in sehr flachem Wasser auf einer Art Landzunge festsitzende Tier einen Ausweg zu schaffen.
Die Arbeiten an dem 110 Meter langen und rund zehn Meter breiten Kanal durch den sandigen Untergrund dürften "gut zwei Tage" dauern, sagte der Chef des Arbeiter- und Taucherteams der Initiative, der Unternehmer Fred Babbel. Derzeit sei zur Unterstützung ein größerer Schwimmbagger nach Poel unterwegs, der bereits bei einer früheren Befreiung des Wals bei Timmendorfer Strand in Schleswig-Holstein Ende März beteiligt war.
Unklar ist demnach noch, wie der Wal gegebenenfalls durch die Rinne in tieferes Fahrwasser gelangen könnte und was weiter passiert. Derzeit werde an einem Konzept gearbeitet, sagte Babbel vor Journalisten vor Ort ohne Nennung von Details. Landesumweltminister Till Backhaus (SPD) werde dieses "schnellstmöglich" präsentiert. Die Behörden überwachen die Maßnahmen, die Verantwortung liegt jedoch bei der Privatinitiative.
"Wir könnten ihn freilassen - oder wir könnten ihn auch auf andere Weise bewegen oder transportieren", erläuterte Babbel mit Blick auf den Wal. Das Team sei weiter "guter Dinge, dass wir ihn hier lebend rausbringen".
Das von Fachleuten bereits aufgegebene und mutmaßlich schwerkranke Tier war seit Anfang März vor der Ostseeküste umhergeirrt und dabei wiederholt gestrandet. Seit dem 31. März liegt es in einer Seitenbucht bei Poel vor Wismar fest. In der vergangenen Woche gaben die Behörden grünes Licht für eine Art letzten Rettungsversuch der von zwei Unternehmern finanzierten Privatinitiative. Ihr Konzept sah vor, den Wal mit einem System aus Luftkissen und Pontons anzuheben und bis in die Nordsee zu schleppen.
Inzwischen veränderte sich die Lage jedoch. Am Montag schwamm sich das wochenlang praktisch regungslos liegende Tier bei Hochwasser plötzlich nochmals kurz frei und kam in einem sehr flachen Bereich an einer Landzunge am Ausgang der Bucht fest. Bei fallendem Wasser war es in akuter Gefahr. Die Helfer spülten in einer Notfallaktion ein zwei Meter tiefes Becken im Untergrund aus, in dem der Wal nun steckt.
Laut Initiative liegt der Wal darin zwar nicht auf dem Boden auf und ist zunächst sicher, kann aber nicht weg. Landesumweltminister Backhaus erklärte bereits am Mittwoch, das ursprüngliche Rettungskonzept der Initiative müsse angesichts der veränderten Situation überarbeitet werden. Das Tier habe bewiesen, dass es schwimmen könne und wolle. Es sei nicht mehr vorstellbar, es anzuheben und in einem Netz zwischen Pontons zu transportieren. "Wir brauchen jetzt einen neuen Plan."
Unter Fachleuten herrscht weitverbreitete Kritik an den fortgesetzten Rettungsbemühungen. Sie bezweifeln, dass dem Tier angesichts offenbar massiver gesundheitlicher Probleme noch geholfen werden kann, und sehen darin einen weiteren Stressfaktor. Mehrfachstrandungen gelten als sicheres Zeichen für gravierende Probleme oder Einschränkungen. Dazu kommen potenzielle Folgeschäden an Organen durch das lange Liegen in Flachwasser sowie Hautschäden durch den geringen Salzgehalt der Ostsee.
Am Mittwoch bekräftigte die Internationale Walfangkommission nochmals ihre kritische Sicht in einem Brief an Backhaus, den dessen Ministerium am Abend veröffentlichte. "Behauptungen, dass dieser Wal über lange Entfernungen erfolgreich in Sicherheit geleitet werden kann, werden durch dessen wiederholte Strandungen und dessen sich verschlechternden Zustand konterkariert", heißt es darin. Weitere Versuche, das Tier anzuheben oder zu bewegen, drohten nur "zusätzlich Leid" zu verursachen.
Zugleich schloss die inzwischen hauptsächlich mit Walschutz befasste internationale Organisation erneut eine schonende Erlösung des Tiers aus. Es gebe dafür bei einem Wal dieser Größe aktuell "keine gangbare Möglichkeit". Der einzig verantwortungsvolle und pragmatischen Ansatz sei aus ihrer Sicht daher eine "ruhige und stille Palliativversorgung".
Große Wale sind in der flachen Ostsee nicht heimisch und können dort nicht dauerhaft leben. Warum der Buckelwal in das Binnenmeer schwamm und im buchtenreichen Küstenbereich immer wieder festkam, ist unklar.
A.Rodriguezv--AMWN