-
Rettungskräfte in Nepal kämpfen gegen Regen und steigende Pegelstände
-
"Sieg teuer bezahlt": Kovac leidet mit Konstantelias
-
Junta im Niger schlägt Aufstand von Soldaten mit Hilfe Russlands nieder
-
Referendum in Island über EU-Beitrittsverhandlungen beendet
-
"Bild am Sonntag": Bahn investiert 210 Millionen Euro in "XXL-Waschprogramm"
-
Ehemaliger Trump-Unterstützer aus den USA abgeschoben
-
IAEA: Akw Saporischschja seit mehr als einer Woche ohne externe Stromversorgung
-
Dritter Sieg: Nürnberg mit bestem Start seit 1999
-
Norwegen trauert um Harald V. - neuer König Haakon VIII. hält Rede an die Nation
-
Operation nötig: Pogacar bricht sich Schlüsselbein
-
Sirtaki zum Auftakt: Dortmund dominiert den HSV
-
Norwegens neuer König Haakon VIII. würdigt verstorbenen Vater in erster Rede
-
Lausanne-Sport soll Nicolas Cozza für drei Jahre verpflichtet haben
-
Karlsruher Großraumdiskothek Agostea kündigt Schließung an
-
Karlsruher SC verliert torreiches Heimspiel gegen Wolfsburg mit 2:5
-
Deutsch-französische Musikfreizeit fordert verlässlichere EU-Förderung
-
Mobiler Freizeitpark Happy Fun World öffnet in Ettlingen
-
Wiesn-Bedienungen können in 16 bis 18 Tagen bis zu 16.000 Euro verdienen
-
Gebühren können Altersvorsorge über 40 Jahre erheblich mindern
-
Führerscheine von 2002 bis 2004 müssen bis Januar 2027 umgetauscht werden
-
McDonald’s bringt M&M Bacon und mehrere neue Aktionsprodukte zurück
-
Coca-Cola-Abfüller erhöht Abgabepreise ab September
-
Kinderärztin wirft Merz in Bürgergespräch schädliche Politik vor
-
Zweijähriges Mädchen bei russischem Drohnenangriff auf Kiew getötet
-
Siedlergewalt in Kusra: Fahrzeuge beschlagnahmt und Ermittlungen eingeleitet
-
Berner Regierung will Vetorecht der Gemeinden bei großen Energieanlagen streichen
-
Esther González wechselt nach Vertragsauflösung zu Al-Qadsiah
-
El Mala widmet erstes Saisontor Basketballstar Dennis Schröder
-
Gladbachs Daiki Hashioka nach Kopfverletzung in Leipziger Klinik untersucht
-
Kubicki erwartet FDP-Ergebnis von fünf bis sechs Prozent in Sachsen-Anhalt
-
Finnlands Präsident Stubb hält russischen NATO-Angriff für unwahrscheinlich
-
Flekken kritisiert Leverkusen nach 2:3-Niederlage in Elversberg
-
Thüringer BSW hält trotz Kritik am Sonderparteitag am 6. September fest
-
Darmstadt 98 verpflichtet William Mikelbrencis
-
Bayer Leverkusen plant offenbar weiter mit Robert Andrich
-
Sieben Bewohner in Kusra von Siedlern belagert – Berichte über Verletzte und Brände
-
Neue Gewalt in Kusra: Israelische Siedler dringen in palästinensisches Haus ein
-
Patrouille Suisse begeistert Tausende beim Jubiläum in Altenrhein
-
Siegmund fordert Beobachtung der Stimmenauszählung
-
Haakon VIII. würdigt verstorbenen König Harald in erster Ansprache
-
Villa mit Pool und Zürichseeblick kostet 9,8 Millionen Franken
-
Audrey Werro sagt Start in Bellinzona ab
-
Deichmann und Rutkowski beenden Europa-Rundfahrt über 24.000 Kilometer
-
Gosen-Neu Zittau gedenkt zweier Opfer einer Gewalttat
-
Krösche weicht Fragen zu möglichem Eintracht-Abschied aus
-
Krösche sagt TV-Interview ab, Aufsichtsrat berät nach Transferschluss
-
Dallinga führt Köln bei seinem Debüt zum 3:2 gegen Hoffenheim
-
Mehrere Rivalitäten prägen das Formel-1-Fahrerlager
-
Ndoye trifft in Liverpool, Elversberg feiert historischen Bundesliga-Sieg
-
Person im Bahnhof Leuk von Zug erfasst und getötet
Bundesweite Razzia verschärft Konflikt um Klimaaktivisten von Letzter Generation
Der Konflikt um die Letzte Generation verschärft sich zusehends: Weil sie der Klimaschutzgruppe die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorwirft, ließ die Generalstaatsanwaltschaft München am Mittwoch bundesweit Wohnungen von Aktivistinnen und Aktivisten durchsuchen. Die Gruppe zeigte sich von der Razzia "hart getroffen", erklärte aber, ihre Proteste fortsetzen zu wollen. In der Politik stießen die Durchsuchungen auf ein geteiltes Echo.
Im Auftrag der bayerischen Anklagebehörde durchsuchten Ermittlerinnen und Ermittler am Morgen in sieben Bundesländern insgesamt 15 Objekte - vier davon in Berlin, jeweils drei in Bayern und Hessen. Die Wohnung der Sprecherin der Letzten Generation, Carla Hinrichs, wurde ebenfalls durchsucht. Die Tür sei von mehr als 25 Beamtinnen und Beamten aufgebrochen worden, erklärte die Gruppe später.
Diese seien "mit gezogener Waffe" in ihr Zimmer gestürmt, in welchem sie noch im Bett gelegen habe. Die Generalstaatsanwaltschaft München ließ aber nicht nur Wohnungen durchsuchen, sondern auch Konten beschlagnahmen und die Webseite der Letzten Generation sperren.
Hintergrund des Einsatzes ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Tatvorwurfs der Bildung beziehungsweise der Unterstützung einer kriminellen Vereinigung. Dieses richtet sich gegen insgesamt sieben Beschuldigte im Alter von 22 bis 38 Jahren. Das Verfahren sei "aufgrund zahlreicher Strafanzeigen aus der Bevölkerung, die seit Mitte des Jahres 2022 eingingen", eingeleitet worden, hieß es.
Die Generalstaatsanwaltschaft legt den Aktivistinnen und Aktivisten konkret zur Last, eine Spendenkampagne zur Finanzierung "weiterer Straftaten" für die Letzte Generation organisiert und diese über deren Homepage beworben zu haben. Dadurch hätten sie mindestens 1,4 Millionen Euro eingesammelt. Zwei Beschuldigte sollen zudem im April 2022 versucht haben, die Ölpipeline zwischen Triest und Ingolstadt zu sabotieren.
"Kriminell sind nicht wir, die für das Klima eintreten", sagte die Sprecherin der Letzten Generation, Aimée van Baalen, als Reaktion auf die Durchsuchungen. "Kriminell ist die fehlende politische Führung in dieser Krise." Die Gruppe wolle solange weitermachen, wie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Bundesregierung ihre eigenen Klimagesetze brechen würden.
"Die heutigen Maßnahmen zeigen, dass sich der Rechtsstaat nicht auf der Nase herumtanzen lässt", sagte dagegen Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). Polizei und Justiz würden Straftaten nicht hinnehmen, sondern handeln, so wie es ihre Pflicht sei. Faeser zufolge wurden im vergangenen Jahr mehr als 1600 Straftaten im Zusammenhang mit den Klimaprotesten registriert, von denen ein großer Teil auf die Aktionen der Letzten Generation zurückgehe.
"Klimaschutz ist richtig, aber er rechtfertigt keine Straftaten", erklärte die Vizevorsitzende der Unionsbundestagsfraktion, Andrea Lindholz (CSU). Das Agieren der Gruppe sei in den vergangenen Wochen und Monaten immer radikaler geworden und längst nicht mehr von der Demonstrationsfreiheit gedeckt.
Der stellvertretende AfD-Bundessprecher Stephan Brandner begrüßte die Razzia als "einen ersten guten Schritt in die richtige Richtung". Viele weitere müssten folgen, am Ende sei ein Verbot der Vereinigung der richtige Schritt. Vom "richtigen Signal eines wehrhaften Rechtsstaats" sprach auch der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt.
Linken-Vizechef Lorenz Gösta Beutin kritisierte die Razzia hingegen als "völlig überzogen". Die Letzte Generation setze "auf friedlichen zivilen Ungehorsam, um auf die Klimakatastrophe und das Versagen der Bundesregierung aufmerksam zu machen".
Greenpeace-Vorstand Martin Kaiser äußerte sich ähnlich: Er nannte die Aktion "vollkommen unverhältnismäßig". Es könne nicht sein, dass besorgte Menschen, die sich für mehr Klimaschutz einsetzen, kriminalisiert werden.
Die Berliner Justizsenatorin Felor Badenberg (parteilos) lässt derweil ebenfalls prüfen, ob die Letzte Generation als kriminelle Vereinigung eingestuft werden kann. In Brandenburg wird dazu bereits gegen die Gruppe ermittelt, im Dezember ließ die Staatsanwaltschaft Neuruppin Wohnungen durchsuchen.
B.Finley--AMWN