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Russland: Brücke zur Krim durch ukrainischen Angriff beschädigt
Eine Brücke zwischen der russisch annektierten Halbinsel Krim und einem ebenfalls russisch besetzten Teil der Region Cherson ist russischen Angaben zufolge bei einem ukrainischen Angriff beschädigt worden. Die Tschongar-Brücke sei in der Nacht getroffen worden, erklärte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Krim, Sergej Aksjonow, am Donnerstag auf Telegram. Es habe keine Opfer gegeben, die Schäden würden derzeit begutachtet. Der Gouverneur rief die Bevölkerung zur Ruhe auf.
Die von Moskau eingesetzten Behörden in Cherson sprach seinerseits von mehreren beschädigten Brücken. Die Kiewer Streitkräfte hätten "zivile Infrastrukturen bombardiert: Brücken an der Verwaltungsgrenze zwischen der Region Cherson und der Krim in der Nähe von Tschongar", erklärte Gouverneur Wladimir Saldo. Er veröffentlichte ein Foto einer Brücke, auf dem ein tiefer Krater auf einer Fahrbahn zu sehen ist. Die Ukraine hätte nach "ersten Einschätzungen" britische Raketen vom Typ Storm Shadow eingesetzt, fügte er hinzu.
Die Ukraine versucht derzeit, in einer Gegenoffensive russisch besetzte Gebiete ihres Landes zurückzuerobern. Die bereits 2014 annektierte Halbinsel Krim dient den russischen Streitkräften als wichtige logistische Basis. In den vergangenen Monaten kam es häufig zu Angriffen, auch durch Drohnen.
Im Oktober 2022 hatte eine Explosion die Brücke von Kertsch - die einzige Brücke, welche die Krim direkt mit Russland verbindet - schwer beschädigt.
F.Schneider--AMWN