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EU-Wahl: Wirtschaftsweise Schnitzer warnt vor Verlust von Wohlstand und Sicherheit
Die Chefin der sogenannten Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, hat vor Erfolgen europafeindlicher Parteien bei der Europawahl gewarnt. Bedroht seien Wohlstand und Sicherheit, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Sonntag. Ein Ergebnis, das die EU in Frage stellen und darauf setzen würde, die einzelnen Länder gegeneinander auszuspielen, "würde genau diesen Wohlstand und die Sicherheit gefährden, die wir in jahrzehntelanger Zusammenarbeit geschaffen haben".
Die aktuellen Krisen zeigten, wie wichtig es sei, in Europa verlässliche Partner zu haben, betonte Schnitzer. "Gemeinsam erreichen wir viel mehr für unseren Wohlstand und unsere Sicherheit, als jedes Land das für sich allein könnte."
Die Wirtschaftswissenschaftlerin verwies auf Großbritannien. Dort frage die junge Generation zu Recht, warum die Mitgliedschaft in der Europäischen Union so leichtfertig aufgegeben worden sei. Die Briten hatten 2016 in einem Referendum mehrheitlich für den Brexit gestimmt, den Austritt Großbritanniens aus der EU.
Am Sonntag wird in 21 Staaten einschließlich Deutschland ein neues Europaparlament gewählt. In manchen Ländern wurde bereits am Donnerstag, Freitag oder Samstag gewählt.
Insgesamt waren mehr als 360 Millionen Europäer zu dem Urnengang aufgerufen, um 720 Mitglieder des Europäischen Parlaments zu bestimmen. Umfragen deuteten dabei auf einen Rechtsruck im Parlament hin.
A.Malone--AMWN