-
CDU-Generalsekretärin: Wahlen im Herbst bergen keine Gefahr für Merz' Kanzlerschaft
-
Jesidische Nobelpreisträgerin Murad: Gerechtigkeit kommt "zu langsam"
-
Kretschmer droht mit Stopp von Renten- und Pflegereform im Bundesrat
-
Anthropic meldet "unbefugten Zugriff" von KI-Modellen auf drei Organisationen
-
Trump verkündet Einigung zu "vollständiger Entwaffnung" von Hamas im Gazastreifen
-
Trump: Vereinbarung über "vollständige Entwaffnung" von Hamas im Gazastreifen erzielt
-
Quartalszahlen: Apple und Amazon übertreffen Erwartungen
-
Guterres-Nachfolge bei der UNO: Costaricanerin nach erster Abstimmung vorn
-
Nach Amoklauf des Sohnes in den USA: Vater muss 15 Jahre in Haft
-
Nach Angriff auf Hafen von Damietta: Ägyptens Präsident warnt vor Eskalation
-
Nach UEFA-Drohung: Auch CONCACAF lehnt Investoren-Pläne ab
-
Mehr als 1500 Migranten erreichen spanische Exklave Ceuta - Madrid entsendet Soldaten
-
Olise-Verbleib bei Bayern: "Könnte der Kaiser von China kommen"
-
Zwei Republikaner blockieren Nominierung von Trumps Justizminister Blanche
-
Hoeneß: Eberl bleibt zu "100 Prozent" beim FC Bayern
-
Hoeneß: Wettbewerb ohne Europa "kannst du in die Tonne treten"
-
"Totaler Krieg": Pressestimmen zum angedrohten WM-Boykott
-
Mindestens neun Tote in der Ukraine bei russischen Angriffen
-
Uefa droht mit WM-Boykott wegen Investoren-Plänen der Fifa
-
UN-Sicherheitsrat: Auswahlprozess zu Guterres-Nachfolge hat begonnen
-
Rhein in den Niederlanden nahe deutscher Grenze mit historisch niedrigem Pegel
-
Bericht: Musk plant neue Finanzspritze für Trumps Republikaner vor Kongresswahlen
-
Explosion und großer Krater in Polen: Offenbar russischer Flugkörper eingeschlagen
-
Investoren-Pläne: UEFA will FIFA-Turniere boykottieren
-
Investoren-Pläne: UEFA droht mit Boykott aller FIFA-Turniere
-
Atomstromproduktion in mehreren Ländern wegen niedriger Flusspegel unter Druck
-
Getötete 29-Jährige in Trier: Mann und Frau unter Mordverdacht festgenommen
-
Hitzewelle in Deutschland: Mehr Mittel für Hitzeschutz und Klimaanpassung gefordert
-
DWD: Juli war außergewöhnlich warm und trocken - Gewitter zu Monatsende
-
Millionenschaden bei Brand in historischem Schloss in Sachsen-Anhalt
-
Russland setzt Telegram-Chef Durow auf "Terroristen"-Liste
-
Iran-Krieg: US-Wirtschaft kühlt sich deutlicher ab als erwartet
-
George und Amal Clooney fliehen wegen Waldbrand aus Luxus-Anwesen in Südfrankreich
-
IS-Videos auf Social Media verbreitet: Geldstrafe für Mann in Rheinland-Pfalz
-
Fifa-Pläne zur Fußball-WM: Deutsche Politiker warnen vor Ausverkauf des Sports
-
Mecklenburg-Vorpommern: 19 Parteien mit Landeswahllisten zugelassen
-
Ende des Tankrabatts: Inflation steigt im Juli auf voraussichtlich 2,8 Prozent
-
Nach Anschlag: Berliner CSD-Verein beteiligt sich mit Wagen an Protest in Hamburg
-
Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in erster Grundschulklasse tritt in Kraft
-
Niedrigwasser belastet Wirtschaft - Bauindustrie fordert "Klima-Fitnessprogramm"
-
Gefälschte Sprach- und Einbürgerungstests: Mehrere Durchsuchungen in Bayern
-
Inflationsrate steigt im Juli auf voraussichtlich 2,8 Prozent
-
Linke und AfD für Abschaffung von Fünf-Prozent-Hürde bei Bundestagswahlen
-
Schwere Waldbrände in Türkei und Griechenland - Auch Urlaubsorte betroffen
-
Bundeswehr: Reservistenverband kritisiert Umgang mit Ex-Soldaten und Ungedienten
-
Deutscher Pflegerat fordert Mut von Linnemann bei Pflegereform
-
Acht Tote in der Ukraine bei russischen Angriffen - Flugkörper schlägt in Polen ein
-
Nach mehrtägiger Pause: USA greifen Iran wieder direkt an
-
Fifa-Pläne für Teilverkauf von Fußball-WM sorgen für Kritik in deutscher Politik
-
Adidas steigert Umsatz - doch WM-Werbekampagne schmälert Gewinn
Entwicklungsministerin Schulze in Kiew: Deutsche Hilfe für Strom und Wärme im Winter
Kein Strom, keine Heizung, kein Wasser: Russland greift in der Ukraine wieder vermehrt Kraftwerke für die Strom- und Wärmeversorgung an. Dahinter stecke die "perfide Absicht", die Menschen im Winter im Dunkeln frieren zu lassen, sagte Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) am Donnerstag bei einem Besuch in der Ukraine. Um in Notfällen zu helfen und die beschädigte Energieinfrastruktur möglichst schnell wieder aufzubauen, übergab Schulze der Ukraine Teile eines deutschen Hilfspakets für den dritten Kriegswinter.
Das Bundesentwicklungsministerium stellt über das Winterpaket insgesamt 90 Millionen Euro bereit. 70 Millionen Euro hatte der Haushaltsausschuss des Bundestags im September gebilligt, 20 Millionen Euro steuert das Ministerium aus umgeschichteten Mitteln bei.
Finanziert werden damit etwa Hubbühnen, die zur Reparatur von Stromleitungen gebraucht werden und von denen Schulze mehrere persönlich an den ukrainischen Stromnetzbetreiber Ukrenergo übergab. Mit diesen Geräten könnten Schäden "maximal schnell behoben werden", sagte Interims-Geschäftsführer Oleksiy Brecht bei einem Rundgang durch ein schon mehrfach angegriffenes Umspannwerk im Norden der Ukraine.
Außerdem begutachtete Schulze eines von gut 80 mobilen Blockheizkraftwerken, die an Orten Wärme und Strom produzieren sollen, wo die Versorgung ausgefallen ist. Die gasbetriebene Anlage soll nach Angaben des Ministeriums in wenigen Tagen in der Region Mykolajiw in Betrieb genommen werden und etwa 70 Wohnblöcke mit 13.000 Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten versorgen. Die ersten Blockheizkraftwerke aus dem Winterpaket wurden bereits an ihre Einsatzorte gebracht.
Außerdem umfasst das Hilfspaket 20 mobile Heizkesselhäuser, Transformatoren und Hybridgeneratoren. Mit dieser Ausstattung sollen den Angaben zufolge insgesamt 2,6 Millionen Menschen in der Ukraine Wärme und Strom erhalten. Im Winter sei diese Hilfe "überlebenswichtig für die Menschen", sagte Schulze.
In einer Feuerwache in Kiew übergab Schulze zudem von Deutschland finanzierte und von einer deutschen Firma hergestellte Löschroboter, welche die ukrainischen Einsatzkräfte vor den gefürchteten russischen Doppelangriffen schützen sollen. Mit den ferngesteuerten Spezialfahrzeugen können sie nach einem Erstangriff Brände aus sicherer Entfernung löschen.
Etwa die Hälfte der ukrainischen Infrastruktur ist nach Angaben von Ukrenergo bereits durch russische Angriffe zerstört oder beschädigt. Allein in diesem Jahr hat Russland demnach schon elf Großangriffe auf das ukrainische Stromnetz gestartet. Eine Folge der massiven Schäden sind stundenlange Stromabschaltungen und in der Folge auch Ausfälle von Heizungen und Wasserversorgung.
Ein weiterer Schwerpunkt lag bei Schulzes Besuch auf der Stärkung der ukrainischen Gesundheitsversorgung. Die Ministerin besuchte das größte Kinderkrankenhaus der Ukraine in Kiew, das bis zu einem Angriff im Juli jedes Jahr rund 20.000 teils schwerstkranke Kinder behandelt hatte. Ein Klinikgebäude wurde bei dem Angriff zerstört, mehrere andere wurden stark beschädigt. Zwei Erwachsene wurden getötet, mehr als 30 weitere Menschen wurden verletzt.
Die Bundesregierung leistete damals schnell Hilfe, damit schwerkranke Kinder in andere Kliniken verlegt werden konnten. Damit das Ochmatdyt-Krankenhaus wieder voll einsatzfähg ist, hat Schulzes Ministerium unter anderem moderne Dialysegeräte und Laborausstattung beschafft.
Ein Kinderkrankenhaus anzugreifen, sei "unmenschlich", sagte Schulze bei ihrem Besuch. Es sei "erschreckend zu sehen, dass hier Neugeborene mit Sandsäcken geschützt werden müssen", sagte Schulze. Denn auf der Neugborenenstation und der Kinderintensivstation können die Patienten bei Luftalarm nicht einfach in den Keller laufen, wie der Leiter der Intensivstation, Oleksandr Urin, berichtete. "Deshalb wartet die ganze Ukraine nicht nur auf medizinische Geräte, sondern auch auf zusätzliche Luftverteidigung. Das ist der einzige Weg uns zu schützen."
S.Gregor--AMWN