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Mindestens 19 Tote und fast 300 Verletzte bei russischen Angriffen auf Dnipro
Bei russischen Raketenangriffen auf die ukrainische Stadt Dnipro und Umgebung sind am Dienstag nach ukrainischen Angaben mindestens 19 Menschen getötet worden. Knapp 300 Menschen wurden nach Angaben der örtlichen Behörden verletzt. Nach den jüngsten Angaben des Chefs der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, Serhij Lyssak, wurden in Dnipro 17 Menschen getötet, zwei weitere Menschen seien im nahegelegenen Samar getötet worden. Damit handelte es sich um einen der schwersten russischen Angriffe der vergangenen Wochen.
Laut örtlicher Polizei wurden ein Verwaltungsgebäude, Schulen, Krankenhäuser, Geschäfte und Kindergärten getroffen. Nach Angaben der nationalen ukrainischen Polizeibehörde erfolgte der Angriff auf Dnipro und Samar gegen 11.10 Uhr mit Raketen. In Dnipro wurden demnach neben den Todesopfern 279 Menschen verletzt, in Samar 14.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj traf unterdessen in den Niederlanden ein, um am Rande des Nato-Gipfels in Den Haag für Gespräche mit westlichen Partnern zusammenzukommen. "Dies ist kein Kampf, bei dem es schwer ist, sich für eine Seite zu entscheiden. An der Seite der Ukraine zu stehen bedeutet, das Leben zu verteidigen", sagte Selenskyj nach den Angriffen auf Dnipro.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha verurteilte die russischen Luftangriffe als "Ablehnung von Frieden". "Während sich in Den Haag Staats- und Regierungschefs zum Nato-Gipfel treffen, schickt Russland eine Nachricht des Terrors", erklärte Sybiha am Dienstag in Onlinenetzwerken. Er rief Kiews Verbündete dazu auf, den Druck auf Moskau zu erhöhen.
Auch in anderen Regionen gab es in der Nacht zum Dienstag russische Drohnenangriffe. In der Region Sumy wurden nach Angaben ukrainischer Behörden drei Menschen getötet, in der nordostukrainischen Region Charkiw fünf Menschen verletzt.
Mehr als drei Jahre nach dem Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine haben Moskau und Kiew ihre gegenseitigen Drohnenangriffe zuletzt verstärkt. Bemühungen um eine Waffenruhe in der Ukraine scheiterten bislang.
J.Oliveira--AMWN