-
Elterngeld: Regierung verteidigt geplante Kürzung bei Bezugsdauer
-
Industrieproduktion verzeichnet im Mai Zuwächse - vor allem in Autoindustrie
-
Prüfverfahren gegen EU-Parteienfamilie der AfD wegen möglicher Verstöße gegen EU-Werte
-
Vierjährige in Nordrhein-Westfalen stirbt nach Zusammenstoß mit Forstmaschine
-
Medien: Klopp will mit Völler weitermachen
-
Ausgesetzte Sperre nach Trump-Intervention: USA verlieren trotz Balogun-Einsatzes
-
Krankenkassenbeiträge: Union hofft am Freitag auf Zustimmung der Länder zu Reform
-
Iran: Menschen in Ghom nehmen Abschied von Chamenei
-
Sparzwang: Bundesregierung will Förderung für Heizungstausch deutlich absenken
-
Frühere Partnerin nach Streit getötet: Mordanklage gegen 32-Jährigen in Stuttgart
-
Vergewaltigungsvorwürfe: US-Demokraten drängen Senatskandidaten Platner zum Rückzug
-
Neuendorf will "Fall Balogun" nicht "zu den Akten legen"
-
Alpenüberquerung von Hannibal mit Elefanten: Forscher berechnen günstigste Route
-
51 Milliarden Euro: Samsung erwartet massives Gewinnplus im zweiten Quartal
-
Ermittler: Auftragsmorde in Frankfurt am Main verhindert - fünf Festnahmen
-
Tabaksteuer soll schrittweise steigen - Steuermehreinnahmen in Milliardenhöhe
-
Bundesregierung will Förderung für Heizungstausch deutlich absenken
-
Opposition und DGB kritisieren Elterngeldpläne von Ministerin Prien deutlich
-
Was die Polizei vor einer Gefahr darf: Karlsruhe verhandelt über bayerische Regeln
-
Bereits 12.000 Menschen wegen Waldbrands in den Pyrenäen evakuiert
-
Sicherheitskreise: Bombenanschläge nahe Hotel von Macron in Damaskus
-
BUND fordert mehr ökologischen Hochwasserschutz als Konsequenz aus Ahrtal-Flut 2021
-
Anklage in Cold Case um brutalen Mord vor 41 Jahren in Baden-Württemberg erhoben
-
Nato-Gipfel in Ankara: Ischinger sieht Türkei als wichtigen Partner
-
Höchste Hitze-Alarmstufe in Teilen von drei spanischen Regionen
-
Linke kritisiert Pläne zu Elterngeldreform als "Bankrotterklärung"
-
Verkehrsunfälle: Acht Tote und mehr als 1000 Verletzte pro Tag
-
Lebenserwartung von Frauen und Männern auf neue Höchstwerte gestiegen
-
Bundespolizei nimmt gesuchten Millionenbetrüger am Frankfurter Flughafen fest
-
Produktion von alkoholfreiem Bier 2025 erneut deutlich gestiegen
-
Bürgermeister: Moskau von mehr als 400 ukrainischen Drohnen ins Visier genommen
-
Wadephul betont vor Reise nach Israel historische Verantwortung Deutschlands
-
Ausgesetzte Sperre nach Trump-Intervention: Balogun spielt - USA verlieren
-
Nato-Gipfel in Ankara beginnt im Zeichen transatlantischer Spannungen
-
Wegweisendes Urteil im Prozess gegen französische Rechtspopulistin Le Pen erwartet
-
Bundesaußenminister Wadephul reist nach Israel
-
EU-Parlament stimmt über Verfahren gegen EU-Parteienfamilie der AfD ab
-
EU-Parlament stimmt über Rechte für Fluggäste ab
-
Balogun wirkungslos: Belgien stoppt die USA
-
Feuer auf Öltanker nahe Straße von Hormus nach Treffer mit "unbekannten Projektil"
-
Ausgesetzte Sperre nach Trump-Intervention: US-Spieler Balogun läuft auf
-
Diskussion um Ladenöffnungszeiten an Sonntagen nimmt an Fahrt auf
-
Paraguays Regierung verurteilt rassistische Beleidigung von Kylian Mbappé
-
Kanada will neue U-Boot-Flotte vom deutschen Hersteller TKMS bauen lassen
-
Ronaldo bestätigt: "Das war meine letzte Weltmeisterschaft"
-
Bundestags-Wirtschaftsausschuss für Ende von Ladenöffnungsverbot an Sonntagen
-
Viertelfinale im Blick: Zverev von Sperrstunde ausgebremst
-
Macron in Syrien - Erste Visite eines westeuropäischen Staatschefs seit Assad-Sturz
-
Kanada entscheidet sich für deutschen Hersteller TKMS für Bau neuer U-Boot-Flotte
-
Vor Nato-Gipfel in Ankara: Netanjahu warnt Trump vor Kampfjetdeal mit Erdogan
Merz verteidigt im Bundestag seinen Kurs - und bittet um Geduld
Kanzler unter Druck: Angesichts der wachsenden Kritik an seiner Regierung hat Friedrich Merz (CDU) im Bundestag um Geduld gebeten. Die "Reformerwartungen" an die Koalition seien "zum Teil größer, als wir sie im Augenblick erfüllen", gestand der Bundeskanzler am Mittwoch in seiner Rede vor den Abgeordneten in Berlin. Angesichts der Größe der Aufgaben wolle seine Regierung aber "nichts übers Knie brechen". Die Opposition warf dem Kanzler Versagen vor.
Merz äußerte sich in der so genannten Generaldebatte über den Haushaltsentwurf für das Kanzleramt. Diese Debatte nutzen die Fraktionen traditionell für einen lebhaften Schlagabtausch über den Kurs der Bundesregierung - so auch am Mittwoch.
AfD-Fraktionschefin Alice Weidel attestierte der Regierung Merz sieben Monate nach Amtsantritt ein vollständiges Scheitern. "Diese Koalition im Endstadium erinnert immer mehr an die Brücke der Titanic", sagte sie.
Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann bescheinigte der Regierung einen rasanten Vertrauensverlust. Dies habe auch etwas zu tun "mit dem Chaos in dieser Regierung, mit dieser Führungslosigkeit der Fraktionen".
Die Linke warf Merz falsche Prioritäten in der Haushaltspolitik vor. Es finde eine "massive Umverteilung von unten nach oben statt", sagte Linken-Fraktionschef Sören Pellmann. Für die Rüstungsindustrie brächen "goldene Zeiten" an, während bei den Sozialausgaben gespart werde.
Der Kanzler machte in seiner Rede deutlich, dass er keinen Anlass für eine Kurskorrektur sieht. Die Bundesregierung werde "den Weg der Erneuerung unseres Landes" weitergehen, betonte er. Die "wesentliche Aufgabe" der von ihm geführten Regierung sehe er darin, "die vielfältigen Interessen, die es in unserem Land gibt, in Einklang und in einen Ausgleich miteinander zu bringen".
"Ich höre immer wieder, dass gesagt wird: Diese Regierung müsste sich doch nur irgendwo mal einen Ruck geben - zwei, drei große Vorhaben -, und schon wären die Probleme verflogen in unserem Land", sagte der Kanzler. Die "ehrliche Antwort" auf solche Erwartungen laute aber: "Unser Land ist ein hochkomplexes Land, und hochkomplexe Sachverhalte erfordern komplexe Antworten und nicht unterkomplexe Redensarten."
In der Plenardebatte kam auch der aktuelle Rentenstreit in der Koalition zur Sprache. Die Vorsitzenden der Fraktionen von Union und SPD im Bundestag, Jens Spahn (CDU) und Matthias Miersch, zeigten sich zuversichtlich, dass der Streit um die Sicherung des Rentenniveaus bald gelöst werden könne. Als nächsten Schritt stellten sie zudem eine umfassende Reform des Rentensystems in Aussicht, mit der im kommenden Jahr begonnen werden solle.
Miersch zeigte sich am Mittwoch in der Generaldebatte des Bundestags überzeugt, dass "wir tatsächlich in dieser großen Koalition Großes bewirken und dieses Rentensystem auf zukunftssichere Füße stellen" können.
Spahn zeigte mit Verweis auf einen großen Reformstau im Rentensystem Verständnis für die Diskussionen: "Jetzt zu glauben, dass das alles ohne Debatten mal einfach hier so durchmarschiert - das scheint mir doch eher Wunschdenken."
Kanzler Merz äußerte sich nur in allgemeiner Form zu dem Rentenstreit, der sich am Protest junger Unionabgeordneter am Rentenpaket der Bundesregierung entzündet hatte. Er sehe es als seine Aufgabe, für einen "fairen Ausgleich zwischen den Generationen" zu sorgen, sagte er.
Ein weiteres zentrales Thema der Debatte war die Ukraine-Politik. Angesichts des umstrittenen Friedensplans aus Washington machte Merz klar, dass die USA und Russland nicht über die Köpfe der Europäer hinweg Vereinbarungen über die Ukraine treffen dürften. Der Kanzler forderte Mitsprache: "Europa ist kein Spielball, sondern souveräner Akteur für seine eigenen Interessen und Werte."
AfD-Fraktionschefin Weidel nutzte ihre Rede zur Vorstellung eines "Zwölf-Punkte-Plans" für Deutschland. Sie forderte schärfere Regeln in der Sozial- und Migrationspolitik und warb für den Kauf von billigem Öl und Erdgas in Russland. Weidel kritisierte mit Blick auf den Widerstand gegen ihre Partei "stumpfsinnige demokratiefeindliche Verbotsfantasien" und forderte die Union auf, die "Brandmauer" zur AfD einzureißen und gemeinsam Politik zu machen.
Abgeordnete der Union wiesen dies umgehend zurück. "Sie versuchen, unser Land in eine Depression zu quatschen", warf CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann der AfD vor.
Die Generaldebatte fand anlässlich der abschließenden Haushaltsberatungen des Bundestags über den Etat 2026 statt. Der Haushalt soll am Freitag verabschiedet werden, er sieht für 2026 Rekordausgaben in Höhe von 524,54 Milliarden Euro vor.
M.Fischer--AMWN