-
Rekordzahl neuer EU-Patentanmeldungen - Anstieg vor allem von außerhalb Europas
-
Neuer Höchststand bei Studienabschlüssen ohne Abitur
-
Umfrage: Deutsche Exporteure sehen immer mehr Handelshemmnisse
-
Schriftsteller Salman Rushdie nennt Trump "korrupten Immobilienentwickler"
-
Odermatt scheidet aus, Braathen auf Siegkurs
-
Grüne fordern von Regierung ehrgeiziges Klimaschutzprogramm
-
Marihuana in Bürostühlen geschmuggelt: Schlag gegen Drogenbande in Nordrhein-Westfalen
-
Steinmeier kritisiert Iran-Krieg der USA und Israels als "völkerrechtswidrig"
-
Wegner entschuldigt sich für "kommunikative Fehler" nach Stromausfall im Januar
-
Spanische Filmlegende Carmen Maura spielt mit 80 Jahren erste Nacktrolle
-
Raketenalarm in fast der gesamten Ukraine - Behörden melden fünf Tote
-
Wadephul "befremdet und irritiert" über USA - Rede zu 75 Jahren Auswärtiges Amt
-
Söder: Koalition muss wichtige Reformen bis Pfingsten beschließen
-
Schwacher EU-Neuwagenmarkt im Februar - Verbrenner-Anteil weiter rückläufig
-
Durchsuchungen nach Stromnetz-Anschlag in Berlin
-
Frederiksen will weiter regieren: Vorgezogene Parlamentswahl in Dänemark begonnen
-
Sechs Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Tel Aviv
-
Trotz Niederlage vor Gericht: Pentagon verschärft Restriktionen für Journalisten
-
Israel fliegt weitere Luftangriffe auf Libanon - Zwei Tote laut Gesundheitsministerium
-
Kwasniok-Aus in Köln für Funkel "nachvollziehbar"
-
NHL: Stützle und die Senators siegen auch in New York
-
NBA: Orlando verliert auch gegen Liga-Schlusslicht
-
Iran-Krieg: EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen fordert Ende der Kampfhandlungen
-
Machthaber Kim: Nordkoreas Status als Atommacht ist "unumkehrbar"
-
Di Salvo bedauert Wanners Entscheidung für Österreich
-
"Sehr besonders": Brand mit Lyon zurück in Wolfsburg
-
Vorgezogene Parlamentswahl in Dänemark: Frederiksen strebt dritte Amtszeit an
-
Dritte Runde der Tarifverhandlungen in Chemie- und Pharmaindustrie beginnt
-
Mindestens 66 Tote bei Absturz von Militärmaschine in Kolumbien
-
SPD-Vorsitzende Bas: Debatte über neue Köpfe an der Parteispitze hat keinen Sinn
-
Israelische Armee greift Ziele im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut an
-
Sieg gegen Cilic: Zverev im Achtelfinale von Miami
-
EU und Australien schließen Handelsabkommen
-
IXOPAY und Zip US stellen ein „Unified Trust Layer“-Framework vor, das Händlern dabei helfen soll, Risiken im Agentic Commerce zu reduzieren
-
BioNxt tritt in die Kommerzialisierungsphase ein – mit globalem Patentschutz und US-Fast-Track-Strategie für seine sublinguale Wirkstoffplattform
-
Zwei Tote und dutzende Verletzte bei Flugzeugunglück in New York
-
Netanjahu kündigt nach Telefonat mit Trump Fortsetzung der Angriffe im Iran an
-
Sexueller Missbrauch: Bill Cosby muss Frau Millionen-Entschädigung zahlen
-
Militärmaschine mit 125 Insassen in Kolumbien abgestürzt
-
Neuer Audi Q9 im Realitätscheck
-
Trump vertagt Angriffspläne auf iranische Kraftwerke - Teheran dementiert Gespräche mit den USA
-
Dacia Striker: Schön und solide?
-
TotalEnergies beendet Windpark-Projekte vor US-Ostküste
-
Skoda Peaq: Neuer elektrischer 7‑Sitzer
-
Zahlreiche Tote bei Absturz von kolumbianischem Militärflugzeug befürchtet
-
Trump-Regierung setzt ICE-Mitarbeiter an Flughäfen ein
-
Abzocke an deutschen Zapfsäulen?
-
Dürr sucht die Machtprobe: Rücktritt als FDP-Chef - und erneute Kandidatur
-
Neuer vollelektrischer Mercedes GLC
-
Katalonien-Tour: Lipowitz-Kollege Evenepoel Auftaktzweiter
Anschlag auf Berliner Stromnetz: Vermutlich Linksextremisten verantwortlich
Der Stromausfall in Teilen Berlins mit zehntausenden betroffenen Haushalten ist nach Erkenntnissen der Behörden vorsätzlich mit Brandsätzen verursacht worden. Die betroffene Kabelbrücke am Teltowkanal sei "mit Brandsätzen versehen worden", sagte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) am Sonntag in der Bundeshauptstadt. Die Polizei stufte ein Bekennerschreiben einer linksextremistischen Gruppierung namens Vulkangruppe als glaubhaft ein.
Es handle sich "eindeutig" um eine "Vorsatzhandlung", sagte Giffey. Insgesamt seien fünf Hochspannungs- und zehn Mittelspannungskabel "durch mehrere Brandsätze" zerstört oder beschädigt worden.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Anschlag aller Wahrscheinlichkeit nach von Linksextremisten verübt wurde. Ein Bekennerschreiben der sogenannten Vulkangruppe sei nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen als "authentisch" einzuschätzen, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittlungen zum Tathintergrund liefen aber weiter. Die Vulkangruppe hatte sich unter anderem auch im März 2024 zu einem Brandanschlag auf das Tesla-Werk im brandenburgischen Grünheide bekannt.
Durch den infolge des Brands verursachten Stromausfall im Südwesten der Bundeshauptstadt waren seit Samstagfrüh insgesamt 45.000 Haushalte und 2200 Gewerbeeinheiten von der Stromversorgung abgeschnitten. Bis Sonntagvormittag konnten nach Angaben von Giffey rund zehntausend Haushalte wieder an das Netz angeschlossen werden. Auch mindestens 150 Gewerbebetriebe hatten wieder Strom.
Mit der kompletten Wiederherstellung der Stromversorgung rechnete der Energieversorger Stromnetz Berlin aber erst bis Donnerstagnachmittag. Als Grund dafür nannte Giffey die kalte Witterung, die hohe Zahl der beschädigten Kabel und die komplexen Bedingungen für die Reparatur. So müsse an den Hochspannungskabeln bei Plusgraden gearbeitet werden, was unter anderem beheizte Baustellen erfordere.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach am Sonntag von einem "schweren, schweren Anschlag auf unsere kritische Infrastruktur". Die Krisenstäbe arbeiteten "mit Hochdruck" daran, die Menschen wieder mit Strom und Wärme zu versorgen. Es müsse darüber gesprochen werden, wie etwa Stromnetze "künftig noch besser" geschützt werden könnten.
Betroffen von dem Stromausfall waren demnach die südwestlichen Berliner Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Die Behörden richteten drei Notunterkünfte und mehrere Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger zum Aufwärmen und Aufladen von Handys ein. Die Polizei war auch am Sonntag mit rund 330 Beamten in den betroffenen Bereichen im Einsatz und richtete mobile Wachen ein.
In dem betroffenen Gebiet liegen auch Pflegeeinrichtungen, Schulen und Krankenhäuser. Die Kliniken waren am Sonntag nach Angaben von Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) wieder überwiegend am Netz, so dass keine Patienten verlegt werden mussten. Die betroffenen Schulen werden laut Innensenatorin Iris Spranger (SPD) "höchstwahrscheinlich" zunächst geschlossen bleiben.
Die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB) warnte vor den Folgen des Stromausfalls, der nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für tausende Unternehmen "extreme Belastungen" bedeute. "Wir rechnen mit Schäden in Millionenhöhe an Anlagen und Maschinen und durch hohe Umsatzausfälle", erklärte UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp am Sonntag. Der Stromausfall zeige, "dass unsere Infrastruktur nicht ausreichend und zeitgemäß gegen Angriffe und Unfälle geschützt ist".
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) forderte "eine umfassende und praxistaugliche Neubewertung bestehender Transparenzpflichten". Strom- und Gasnetzbetreiber seien derzeit rechtlich verpflichtet, ihre Infrastruktur in der Öffentlichkeit für jedermann "quasi auf dem Silbertablett" zu präsentieren, erklärte Verbandschefin Kerstin Andreae. Diese Regelungen sollten dort eingeschränkt oder angepasst werden, wo sie die Sicherheit kritischer Infrastrukturen gefährden könnten.
P.Santos--AMWN