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Neubesetzung mehrerer Spitzenpositionen: Selenskyj setzt Geheimdienstchef ab
Nach der Neubesetzung mehrerer Schlüsselposten in seinem Kabinett hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nun auch den Leiter des Inlandsgeheimdienstes SBU abgesetzt. Selenskyj bedankte sich am Montag in den Onlinenetzwerken bei dem in der Ukraine äußerst beliebten SBU-Chef Wasyl Maljuk für seine bisherige Arbeit. Dazu veröffentlichte ein Foto, auf dem zu sehen ist, wie er Maljuk die Hand schüttelt.
Maljuk leitete den Geheimdienst seit 2022. Der 42-Jährige erklärte, er bleibe dem SBU erhalten und führe weiter Spezialeinsätze gegen Russland aus. Zuletzt war über Maljuks Absetzung spekuliert worden, mehrere ranghohe Militärangehörige bekundeten daher übers Wochenende ihre Unterstützung für ihn.
Die Ukraine verteidigt sich seit mittlerweile fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Der ukrainische Geheimdienst hat seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 zahlreiche Angriffe gegen Russland für sich reklamiert. Dazu zählen die Tötung des Leiters der Abteilung für chemische Waffen der russischen Armee im Jahr 2024 und wiederholte Angriffe die wichtige Brücke zwischen dem russischen Festland und der Halbinsel Krim.
Im Juni 2025 führte der SBU zudem einen der kühnsten Angriffe des gesamten Kriegs aus: Im Zuge der "Spezialoperation Spinnennetz" griffen nach Russland eingeschleuste Drohnen russische Kampfflugzeuge und Militärstützpunkte tief im russischen Staatsgebiet bis hin nach Ostsibirien an.
Maljuks Entlassung ist Teil einer Reihe von Umbesetzungen von Spitzenpositionen in der ukrainischen Regierung. Wie Selenskyj in der vergangenen Woche mitteilte, wird der bisherige Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow Leiter des Präsidialamts. Sein Amtsvorgänger Andrij Jermak war Ende November wegen Korruptionsverdachts zurückgetreten. Zudem wird Selenskyj zufolge der Drohnen-Experte und bisherige Digitalminister Mychailo Fedorow künftig das Verteidigungsministerium leiten. Der bisherige Inhaber des Postens, Denys Schmyhal, soll demnach neuer Energieminister werden.
D.Cunningha--AMWN