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Mecklenburg-Vorpommern: CDU-Landeschef Peters ist Spitzenkandidat für Landtagswahl
Gut acht Monate vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die CDU ihren Landes- und Fraktionschef Daniel Peters zum Spitzenkandidaten gewählt. Auf einer Landesvertreterversammlung in Rostock wählten die Delegierten den 44-Jährigen am Samstag mit 97,3 Prozent auf Platz eins der Landesliste. In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt.
Eine Umfrage vom September sah die AfD in Mecklenburg-Vorpommern klar als stärkste Kraft. Die Partei lag mit 38 Prozent weit vor der regierenden SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit 19 Prozent. Schwesig führt derzeit eine Koalition aus SPD und Linkspartei.
Die CDU kam in der Umfrage auf 13 Prozent, die Linke auf zwölf Prozent, die Grünen erreichten fünf Prozent. Die FDP würde aus dem Landesparlament ausscheiden. Das BSW wurde damals bei sieben Prozent gesehen.
Peters ist seit April 2014 Landes- und Fraktionschef der CDU in Mecklenburg-Vorpommern. Zuvor war der studierte Politikwissenschaftler Generalsekretär der Landespartei. Seit dem Jahr 2020 gehört er als Abgeordneter dem Landtag an. Bei seiner Nominierung im November gab Peters an, er wolle die "linke Landesregierung" ablösen.
Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern wählte bereits ihren Kovorsitzenden Leif-Erik Holm zum Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten. Der Wahl von Holm ging ein parteiinterner Machtkampf voraus, er selbst verzichtet auf die formale Spitzenkandidatur. Ihre Landesliste will die AfD erst noch aufstellen.
Die Grünen wählen am 24. Januar in Schwerin ihre Landesliste, die FDP wählt ebenfalls am 24. Januar in Binz ihre Listenkandidaten. Die Linkspartei veranstaltet am 14. März in Rostock ihren Listenparteitag. Die SPD plant diesen für Juni. Auch das BSW nannte noch keinen Termin.
Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern findet am 20. September 2026 zeitgleich mit der Abgeordnetenhauswahl in Berlin statt. Auch in weiteren Bundesländern werden dieses Jahr neue Landesparlamente gewählt - in Baden-Württemberg am 8. März, in Rheinland-Pfalz am 22. März sowie in Sachsen-Anhalt am 6. September.
Ch.Kahalev--AMWN