-
Grönland: Wadephul setzt auf Nato-Lösung
-
FA Cup: Wirtz trifft erneut für Liverpool
-
USA verurteilen russischen Angriff mit Oreschnik-Rakete als "unerklärliche Eskalation"
-
Sprecherin: Trump erwägt weiterhin Luftangriffe im Iran
-
Dann "sind wir am Arsch": Trump warnt vor Kippen seiner Zölle durch Oberstes Gericht
-
Sachsen-Anhalt: Koalition macht Weg frei für Wahl eines neuen Ministerpräsidenten
-
Israel tritt im ersten ESC-Halbfinale am 12. Mai in Wien an
-
Sachsen-Anhalt: CDU und SPD für Wahl von Schulze zu neuem Ministerpräsidenten
-
NGO: Mindestens 648 Demonstranten im Iran getötet - Regierung organisiert Gegenproteste
-
Sachsen-Anhalt: CDU gibt grünes Licht für Wahl von Schulze zum Ministerpräsidenten
-
Merz vereinbart in Indien verstärkte ökonomische und militärische Beziehungen
-
Machtkampf zwischen Trump und Powell eskaliert: Ermittlungen gegen Notenbankchef
-
Real Madrid trennt sich von Trainer Xabi Alonso
-
Trump-Vertraute wird neue Spitzenmanagerin bei Meta
-
Bericht: SPD will Erbschaftsteuer grundlegend reformieren
-
Nach Schnee nun Glatteis: Geschlossene Schulen und einige annullierte Flüge
-
Mann in Niedersachsen von eigener Bulldogge getötet
-
Iran bestellt Gesandte Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Großbritanniens ein
-
Jugendlicher will Schnee von Stromleitung entfernen - tödlich verletzt
-
Juristischer Streit um Schmerzgriff: Berliner Polizei scheitert mit Berufung
-
Hitlergruß-Vorwürfe: Sängerin Melanie Müller zu Geldstrafe verurteilt
-
SPD will gegen steigende Lebensmittelpreise vorgehen - CDU lehnt ab
-
Bund will für rund 7,6 Milliarden Euro bei Netzbetreiber Tennet einsteigen
-
Mainzer Gericht: Shishabar darf wegen Sicherheitsmängeln keine Pfeifen mehr anbieten
-
Gambia wirft Myanmar Versuch der "Auslöschung" von Rohingya vor
-
Venezolanische Regierung gibt Freilassung von 116 politischen Gefangenen bekannt
-
Angeklagter polnischer Ex-Justizminister Ziobro erhält Asyl in Ungarn
-
Proteste im Iran: Teheran nach US-Drohungen auf Krieg "vorbereitet" und gesprächsbereit
-
Absatz von Mercedes 2025 um zehn Prozent gesunken
-
Betrüger bringen Mann aus Nordrhein-Westfalen um mehr als hunderttausend Euro
-
Urteil: Bordell nahe Gießen darf trotz vorübergehender Schließung bleiben
-
Sachsen-Anhalt: CDU-Fraktion votiert geschlossen für Wechsel in Staatskanzlei
-
Innenministerium: Rund 400 Afghanen können bald nach Deutschland einreisen
-
Hilfe gegen Rückzahlung: Bund richtet Entwicklungshilfe neu aus
-
Französische Armee wirbt um junge Freiwillige für neuen Wehrdienst
-
Merz und Modi vereinbaren stärkere Zusammenarbeit bei Verteidigung und Wirtschaft
-
SPD fordert Union zu ergebnisoffener Diskussion bei Erbschaftsteuer auf
-
Rheinland-Pfalz: Kinder finden menschlichen Schädel in Gebüsch neben Spielplatz
-
Studie: Pflegekräftemangel erhöht Sterblichkeit in grenznahe Regionen
-
EU und China machen Fortschritte in Verhandlungen über Elektroauto-Zölle
-
Politico: Bund will für rund 7,6 Milliarden Euro bei Netzbetreiber Tennet einsteigen
-
Dobrindt: Staat ist "immer noch blind gegenüber Extremisten"
-
Mertesacker verlässt Arsenal und sucht neue Herausforderung
-
Gute Zuckerrübenernte: Fast zehn Prozent mehr Zucker in Deutschland produziert
-
Dobrindt will Angriffe auf Beamte schneller und härter bestrafen
-
Frankreich sucht weiter nach Haushaltskompromiss - Regierung droht mit Neuwahlen
-
Falsche Polizisten bringen Mann in Hessen um mehr als hunderttausend Euro
-
Nach Schreckmoment: Uscins für EM-Auftakt wohl rechtzeitig fit
-
Gewalt gegen Demonstranten: Rufe nach schärferen Sanktionen gegen Iran aus Berlin
-
Gasverbrauch in Deutschland 2025 leicht gestiegen
NGO: Mindestens 648 Demonstranten im Iran getötet - Regierung organisiert Gegenproteste
Die Zahl der Todesopfer bei den Massendemonstrationen im Iran hat sich deutlich erhöht: Mindestens 648 Demonstranten seien bei der Niederschlagung der Proteste getötet worden, darunter Minderjährige, teilte die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHR) am Montag mit. Unbestätigten Berichten zufolge liege die tatsächliche Opferzahl aber deutlich höher. Die iranische Regierung mobilisierte tausende Anhänger zu Gegenprotesten und bestellte die diplomatischen Vertreter Deutschlands und dreier weiterer europäischer Länder ein, um gegen deren Unterstützung für die Demonstranten zu protestieren.
Einigen Schätzungen zufolge seien seit Beginn der Proteste mehr als 6000 Menschen getötet worden, erklärte die in Norwegen ansässige Menschenrechtsgruppe IHR. Aufgrund der anhaltenden Internetsperre im Iran sei es aber "äußerst schwierig, diese Berichte unabhängig zu überprüfen". Schätzungsweise 10.000 Menschen seien außerdem festgenommen worden.
IHR-Chef Mahmood Amiry-Moghaddam rief die internationale Gemeinschaft auf, "die zivilen Demonstranten vor den Massentötungen durch die Islamische Republik zu schützen".
Die Proteste im Iran hatten vor zwei Wochen begonnen und richteten sich zunächst gegen die wirtschaftliche Lage. Inzwischen weiteten sie sich zu Massendemonstrationen gegen die Führung in Teheran aus. Videos, die unter Umgehung der seit mehr als dreieinhalb Tagen anhaltenden Internetsperre im Iran veröffentlicht wurden, zeigten am Wochenende riesige Menschenmengen bei regierungskritischen Demonstrationen in mehreren Städten des Landes, darunter in der Hauptstadt Teheran und in Maschhad im Osten. Dort wurden Autos in Brand gesetzt.
In Teheran folgten am Montag staatlichen Medienberichten zufolge tausende Iranerinnen und Iraner einem Aufruf der Regierung zu Gegenprotesten. Bilder im staatlichen Fernsehen zeigten eine große Menschenmenge auf dem Revolutionsplatz im Zentrum der Hauptstadt, wo zahlreiche Menschen die Flagge der Islamischen Republik schwenkten. Ähnliche Kundgebungen zur Unterstützung der Regierung fanden demnach auch in anderen Städten des Landes statt.
Das iranische Außenministerium bestellte derweil den deutschen Botschafter sowie die diplomatischen Vertreter Frankreichs, Italiens und Großbritanniens ein. Teheran habe die vier europäischen Länder aufgefordert, ihre "offiziellen Erklärungen zur Unterstützung der Demonstranten zurückzuziehen", berichtete das Staatsfernsehen unter Berufung auf eine Erklärung des iranischen Außenministeriums.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bekräftigte jedoch auf X, er verurteile "die staatliche Gewalt, die wahllos gegen Iranerinnen und Iraner eingesetzt wird, die mutig die Achtung ihrer Rechte einfordern". Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) forderte ebenfalls ein Ende der "unverhältnismäßigen brutalen Gewalt iranischer Sicherheitskräfte".
Die EU-Kommission erklärte, sie prüfe angesichts des gewaltsamen Vorgehens gegen friedliche Demonstranten im Iran weitere Sanktionen gegen die Führung in Teheran. "Wir sind bereit, neue, härtere Sanktionen vorzuschlagen", sagte ein Kommissionssprecher in Brüssel. Das EU-Parlament untersagte allen iranischen Diplomaten und Vertretern den Zutritt zu seinen Gebäuden.
Angesichts der Androhung eines militärischen Eingreifens durch die USA zeigte sich die iranische Führung am Montag kämpferisch und äußerte zugleich Dialogbereitschaft. "Die islamische Republik Iran strebt keinen Krieg an, ist aber bestens darauf vorbereitet", sagte Außenminister Abbas Araghtschi bei einer Konferenz ausländischer Botschafter in Teheran.
Araghtschi fügte hinzu: "Wir sind ebenfalls zu Verhandlungen bereit, aber diese Verhandlungen müssen fair sein, mit gleichen Rechten und auf der Grundlage gegenseitigen Respekts."
Der Iran und die USA unterhalten seit Jahrzehnten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen. Das iranische Außenministerium erklärte jedoch, es werde ein "Kommunikationskanal" offen gehalten zwischen Araghtschi und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff, der im vergangenen Jahr unter anderem eine Feuerpause zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen vermittelt hatte.
Am Sonntag hatte US-Präsident Donald Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One mit der Prüfung "sehr drastischer Optionen" von Seiten des US-Militärs gedroht. Trump äußerte sich auf die Frage, ob die Führung in Teheran die von ihm zuvor genannte rote Linie - die Tötung von Demonstranten - überschritten habe. "Es sieht so aus, als würden sie damit beginnen", sagte er.
Unterstützung erhielt die iranische Regierung von ihrem Verbündeten Russland. Moskau verurteile "nachdrücklich einen weiteren Versuch ausländischer Mächte, sich in die inneren Angelegenheiten des Iran einzumischen", berichteten russische Staatsmedien am Montag unter Berufung auf den Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats, Sergej Schoigu. Es handelt sich um die erste Reaktion Moskaus auf die anhaltenden Proteste im Iran.
Der iranische Exil-Oppositionelle Reza Pahlavi rief die Sicherheitskräfte und Beamten in seiner Heimat derweil zu einem Schulterschluss mit den regierungskritischen Demonstranten auf. "Angestellte staatlicher Institutionen sowie Angehörige der Streit- und Sicherheitskräfte haben die Wahl: sich auf die Seite des Volkes zu stellen und Verbündete der Nation zu werden oder sich für die Komplizenschaft mit den Mördern des Volkes zu entscheiden", erklärte der in den USA lebende Sohn des 1979 gestürzten Schahs.
D.Sawyer--AMWN