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106. Sieg: Djokovic zieht an Federer vorbei
Novak Djokovic hat das Viertelfinale von Wimbledon erreicht und abermals Tennisgeschichte geschrieben. Der serbische Grand-Slam-Rekordsieger gewann trotz einiger Probleme 7:6 (8:6), 6:3, 3:6, 6:3 gegen den stark aufspielenden russischen Qualifikanten Roman Safiullin. An der Church Road war es Djokovics 106. Sieg im Männer-Einzel, damit übernahm er die alleinige Führung vom achtmaligen Champion Roger Federer.
Djokovic zog zum neunten Mal nacheinander in die Runde der letzten acht von Wimbledon ein, überhaupt ist es bereits seine 17. Viertelfinal-Teilnahme in London. Gegen Safiullin, Nummer 132 der Welt und 2023 im Wimbledon-Viertelfinale, zeigte er aber eine durchwachsene Leistung und war sichtlich unzufrieden mit sich selbst. Auf dem Weg zum erhofften achten Titel trifft der 39-Jährige nun auf den kanadischen Weltranglistenvierten Félix Auger-Aliassime oder Alejandro Davidovich Fokina aus Spanien.
Djokovic ist bei Grand Slams nach 33 Spielen immer noch ungeschlagen gegen Qualifikanten. Safiullin hatte sich in der dritten Runde gegen das brasilianische Supertalent Joao Fonseca, das Djokovic bei den French Open aus dem Turnier geworfen hatte, durchgesetzt.
Am Sonntag wollte unter anderem die englische Fußballikone Geoff Hurst, Torschütze des legendären Wembley-Tors im WM-Finale 1966 gegen Deutschland, die Duelle auf dem ehrwürdigen Centre Court verfolgen. Und Hurst (84) sah zunächst einen Safiullin, der den haushohen Favoriten vor Probleme stellte. Beim Stand von 5:2 vergab der Russe aber zwei Satzbälle, kassierte folgend auch noch ein Break und musste sich im Tiebreak geschlagen geben.
Mit der Satzführung im Rücken steigerte sich Djokovic etwas, vor allem bei eigenem Aufschlag war im zweiten Satz für Safiullin nichts zu holen. Im dritten Durchgang schlichen sich aber wieder viele Fehler bei Djokovic ein, er haderte - und kassierte eine Verwarnung. Safiullin verkürzte und holte sich im vierten Duell mit dem serbischen Star seinen ersten Satz. Doch Djokovic blieb ruhig und sicherte sich nach 3:25 Stunden seinen historischen Sieg.
P.M.Smith--AMWN