-
Frühere Dombaumeisterin kritisiert geplantes Eintrittsgeld für Kölner Dom
-
Unicredit legt Angebot für weitere Anteile an der Commerzbank vor
-
Anklage gegen früheren Chefarzt wegen Missbrauchs von jugendlichen Patientinnen
-
Russischer Drohnenangriff am helllichten Tag: Mehrere Explosionen in Kiew zu hören
-
Kommunalwahlen in Paris: Fünf Kandidaten in der zweiten Runde
-
Asiens Fußballverband hofft weiter auf Irans WM-Teilnahme
-
Trendergebnis: CDU liegt bei Kommunalwahl in Hessen vor SPD und AfD
-
Flughafen von Dubai nimmt Betrieb nach Drohnenvorfall und Brand teilweise wieder auf
-
Israel hat "gezielten Bodeneinsatz" im Südlibanon begonnen
-
NHL: Draisaitl trifft und verletzt sich
-
Justizministerium: Zahl der Fahrgäste ohne Ticket im DB-Fernverkehr gestiegen
-
Nervenstarker Sinner gewinnt erstmals Indian Wells
-
Trump fordert Nato-Beteiligung in Straße von Hormus
-
Hautkrebsfrüherkennung: Mehrheit nutzt Screening nicht
-
Oscars: "One Battle After Another" triumphiert über "Blood & Sinners"
-
Frankreich: Prozess gegen Dschihadisten wegen Völkermords an Jesiden
-
Berufungsprozess gegen Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy beginnt
-
Steinmeier besucht Panama zum Auftakt von Mittelamerika-Reise
-
SPD und CDU in Brandenburg unterzeichnen Koalitionsvertrag
-
EU-Energieminister beraten vor dem Hintergrund steigender Öl- und Gaspreise
-
EU-Außenminister beraten in Brüssel über Kriege in Ukraine und Nahost
-
Niederländischer Regierungschef Jetten zu Antrittsbesuch bei Merz
-
Flugbetrieb am Flughafen von Dubai nach Drohnenvorfall vorübergehend eingestellt
-
Trump: Abkommen mit Kuba wird "sehr bald" zustandekommen
-
Trump: Iran nicht "bereit" für Abkommen zur Beendigung des Krieges
-
Behörden: Drohnenvorfall löst Feuer nahe internationalem Flughafen von Dubai aus
-
Trump: Ausbleibende Hilfe in Straße von Hormus wäre "schlecht" für Zukunft der Nato
-
Museumsbeleuchtung mieten - hochwertige Lichtlösungen von LED Explorer
-
Trump und Starmer beraten über Blockade der Straße von Hormus
-
Fünf Verletzte durch Raketenangriff auf Flughafen von Bagdad
-
Rechtspopulisten behaupten sich bei Kommunalwahlen in Frankreich
-
Iranische Führung kündigt Anhebung des Mindestlohns um 60 Prozent an
-
Kasachstan beschließt per Referendum neue Verfassung
-
Kommunalwahlen in Frankreich: Präsidentschaftskandidat Philippe in Le Havre vorn
-
Spiele beendet: Paralympisches Feuer in Norditalien erloschen
-
Kommunalwahlen in Frankreich: Sozialist Grégoire in Paris weit vorn
-
Undav entscheidet: VfB holt Big Points gegen Leipzig
-
Kommunalwahlen in Frankreich: Rechtspopulisten siegen offenbar in mehreren Städten
-
Israel will noch "tausende Ziele" im Iran angreifen
-
Israel öffnet Grenzübergang Rafah ab Mittwoch für "begrenzten" Personenverkehr
-
BBL: Bayern verlieren in Bamberg - Alba erlebt Debakel
-
Netanjahu macht sich über Internet-Gerüchte über seinen angeblichen Tod lustig
-
Liverpool patzt gegen strauchelnde Spurs
-
Wadephul sieht keine Notwendigkeit für Beteiligung an Hormus-Mission
-
Barca hält Real auf Distanz
-
Windchaos in Oslo: Raimund tritt nicht an, Schreck bei Hoffmann
-
Eiskalte Mainzer verstärken Bremer Abstiegsangst
-
Vier Wochen vor der Wahl in Ungarn: Großdemonstrationen beider Lager
-
Druck und Gremien-"Horror": Ex-SPD-Generalsekretär Kühnert blickt kritisch zurück
-
Niedrige Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen in Frankreich
90 Jahre nach Hinrichtung durch Nazis: Neue Gedenkanlage für Marinus van der Lubbe
Genau 90 Jahre nach der Hinrichtung des von den Nazis als mutmaßlicher Verursacher des Reichstagsbrands von 1933 verurteilten Marinus van der Lubbe ist auf dem Leipziger Südfriedhof am Mittwoch eine neue Grab- und Gedenkanlage eingeweiht worden. Während der Zeremonie erinnerten laut Stadtverwaltung unter anderem Vertreter der Familie van der Lubbes und der Stadt gemeinsam mit Historikern und Künstlern an den dort bestatteten Niederländer.
Der Brand des Berliner Reichstags vom 27. Februar 1933 und das Schicksal des angeblichen Brandstifters sind historisch von großer Bedeutung, weil das damalige Geschehen eine wichtige Rolle bei der Festigung der nationalsozialistischen Diktatur spielte. Der aus den Niederlanden stammende und in politischen Gruppierungen der Arbeiterbewegung gegen die Nazis aktive van der Lubbe wurde in dem brennenden Gebäude festgenommen.
Die Nationalsozialisten, welche die Macht zum damaligen Zeitpunkt noch nicht vollständig übernommen hatten, stellten den Brand als Beweis für eine staatsgefährdende kommunistische Verschwörung dar, die drastische Notstandsmaßnahmen rechtfertige. Sie nutzten die damaligen Ereignisse zur Festnahme politischer Gegner und für massive Grundrechtseinschränkungen.
Van der Lubbe wurde später vor dem Leipziger Reichsgericht angeklagt und im Dezember 1933 wegen Hochverrats und Brandstiftung zum Tod verurteilt. Er wurde am 10. Januar 1934 hingerichtet und danach anonym in einem Grab auf dem Leipziger Südfriedhof beigesetzt. Das Todesurteil gegen van der Lubbe wurde 2008 von der Justiz "von Amts wegen" aufgehoben, weil es sich um eine Entscheidung auf Basis nationalsozialistischen Unrechts gehandelt hatte.
Bis heute ist umstritten, ob van der Lubbe den Brand im Reichstag wirklich allein legte. Es gibt unter Historikern auch die These, dass er dies nur gestand, um andere Mitglieder der Arbeiterbewegung zu schützen. Es gibt zudem die Theorie, dass er ein von den Nazis präsentierter Sündenbock war, während das Feuer tatsächlich von diesen gelegt und inszeniert worden war.
Erst seit dem vergangenen Jahr steht nach einem DNA-Abgleich fest, dass van der Lubbe tatsächlich auf dem Leipziger Südfriedhof bestattet ist. Initiiert wurde die forensische Untersuchung gemeinsam von der Stadt Leipzig und der örtlichen Paul-Bennhof-Gesellschaft, die sich um den Erhalt und die Pflege historisch bedeutender Grabstätten kümmert.
Spezialisten öffneten das van der Lubbe zugeschriebene Grab und nahmen Proben. Deren DNA-Profil wurde später mit dem eines Enkels des Bruders van der Lubbes abgeglichen, wobei es eine vollständige Übereinstimmung gab.
Die neue Grab- und Gedenkanlage an der authentischen letzten Ruhestätte van der Lubbes besteht nach Angaben der Stadt Leipzig aus einem bereits im vergangenen Jahr dorthin versetzten Gedenkstein von Künstlern aus den Niederlanden und einer Informationstafel. Dabei handelt es sich noch um ein Provisorium, das später aber durch eine dauerhafte Tafel ersetzt werden soll.
Y.Nakamura--AMWN