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Totale Mondfinsternis am Sonntag: Guter Blick aber nicht überall gegeben
Am Sonntag gibt es eine totale Mondfinsternis. Die Finsternis sei am Abend zu großen Teilen vom deutschen Sprachraum aus zu beobachten, allerdings nicht von allen Standorten gleich gut, teilten das Max-Planck-Institut für Astronomie und die Vereinigung der Sternfreunde am Montag in Heidelberg mit. Der Mond geht allerdings schon komplett verfinstert auf.
Der Mond tritt am Sonntagabend demnach um 18.27 Uhr in den Kernschatten der Erde ein. Zu diesem Zeitpunkt steht die Sonne noch über dem Horizont, und der volle Mond ist noch nicht aufgegangen. Die erste Phase, bei der nur ein Teil des Mondes abgedunkelt wird, ist daher in Deutschland nicht zu sehen.
Auch zum Beginn der totalen Finsternis um 19.31 Uhr wird der Mond nur im äußersten Osten Deutschlands bei Görlitz bereits aufgegangen sein. Für den Großteil Deutschlands ist die Mondfinsternis erst später sichtbar. Anfangs ist der rötlich verfärbte Mond wegen der Dämmerung voraussichtlich nur mit Ferngläsern oder Teleskopen zu sehen, später dann auch mit bloßem Auge.
Nach dem Ende der totalen Finsternis können Hobbyastronomen verfolgen, wie der Mond den Kernschatten der Erde wieder verlässt – ein klarer Himmel vorausgesetzt. Die nächste vom deutschen Sprachraum aus gut sichtbare totale Mondfinsternis gibt es erst am Silvesterabend 2028.
Eine Mondfinsternis kann nur bei Vollmond eintreten. Mond, Erde und Sonne liegen dann auf einer Linie. Die von der Sonne angestrahlte Erde wirft wie ein Sonnenschirm einen Schatten in den Weltraum. Wenn der Mond durch diesen Schatten läuft, ist eine Mondfinsternis zu sehen. Pro Jahr gibt es zwölf bis 13 Vollmonde, bei dreien davon taucht er durchschnittlich in den Kernschatten der Erde ein.
S.Gregor--AMWN