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SPD fordert eine Viertelmilliarde Euro für subventionierte KI-Gutscheine
Die SPD-Bundestagsfraktion will den Mittelstand beim Einsatz Künstlicher Intelligenz unterstützen und schlägt eine neue Subvention von 250 Millionen Euro vor. "Wir stellen uns einen Gutschein von bis zu 50.000 Euro pro Unternehmen vor, mit einer Förderquote von 60 Prozent Staat und 40 Prozent Eigenanteil", sagte SPD-Fraktionsvize Armand Zorn am Dienstag dem Portal "The Pioneer". Nach einer Evaluation soll über eine Aufstockung des Gesamt-Etats entschieden werden.
Die Vergabe solle "nach dem Prinzip 'first come, first serve'" funktionieren - also danach, wer sich zuerst dafür meldet, sagte der SPD-Politiker. Ziel des Vorstoßes sei, KI stärker in die betriebliche Praxis des Mittelstands zu bringen. "Mit einem KI-Gutschein wollen wir den mittelständischen Unternehmen einen einfachen Zugang zu KI-Anwendungen ermöglichen und KI aus Pilotprojekten in die reale Wertschöpfung bringen", sagte Zorn.
Einlösbar sollen die Gutscheine bei europäischen KI-Anbietern für Beratung, Implementierung, Datenaufbereitung, Training und Qualifizierung sein. US-Technologiekonzerne wären damit ausgeschlossen.
Skeptisch äußerte sich der Koalitionspartner. Die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), Gitta Connemann, verwies auf Hemmnisse beim KI-Einsatz und sagte: "Die größten Bremsklötze sind Recht, Wissen und Zeit. Geld ist es seltener."
KI-Gutscheine könnten zwar ein weiterer Baustein sein, fügte Connemann hinzu, warnte jedoch vor begrenzter Wirkung: "Ohne starke Infrastruktur und ohne ein funktionierendes KI-Ökosystem könnte das Geld verpuffen." In jedem Fall brauche es "schlanke Regeln und Praxis statt Papier".
Auch aus dem Mittelstand kommt Kritik. Der Vorsitzende des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Christoph Ahlhaus, äußerte Zweifel am Nutzen des Vorschlags: "Ob gut gemeinte Gutscheine helfen können, den Abstand zu amerikanischen und chinesischen KI-Giganten zu verringern, ist fraglich."
A.Malone--AMWN