-
Digitalisierung des Bundeswehr-Heeres verzögert sich und verteuert sich
-
Südafrikas Kommunalwahlen stehen im Zeichen kommunaler Versorgungskrisen
-
Trump signalisiert Kooperationsbereitschaft trotz demokratischer Mehrheit
-
Polizeieinsätze gegen linke Proteste lösen Debatte über staatliche Härte aus
-
Fünfzehn Jahre nach dem NSU bleiben Fragen zu Unterstützern offen
-
Spanischer Fußballer Jesús de Miguel stirbt nach Kollision
-
Hakeem Jeffries steht vor dem Aufstieg zum mächtigsten Demokraten im Kongress
-
Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt
-
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte
-
Trump signalisiert nach Midterms Gesprächsbereitschaft mit den Demokraten
-
Die Pitch-Präsentationen und Keynote-Redner für Blue Magic Netherlands am 17. November stehen fest
-
Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
-
Letzte Funksprüche zeigen Kontrollverlust vor Learjet-Absturz in Florida
-
Der Begriff „migrantisches Milieu“ belebt die Stadtbild-Debatte neu
-
Europas digitale Finanzinfrastruktur soll unabhängiger und robuster werden
-
Raiffeisen Bank International muss den geplanten Addiko-Deal neu strukturieren
-
Dobrindts Äußerung über „Chaoten“ löst Kritik von Grünen und Linken aus
-
Mehr als 1000 Berliner SPD-Mitglieder wenden sich gegen Rot-Grün-Rot um jeden Preis
Barmer: Früherkennungsuntersuchungen in erstem Coronajahr stark eingebrochen
Die Zahl der Früherkennungsuntersuchungen ist im ersten Coronajahr um fast acht Millionen eingebrochen. Das geht aus Daten des aktuellen Arztreports der Barmer hervor, die der Nachrichtenagentur am Mittwoch vorlagen. Demnach gingen die Untersuchungen zur Früherkennung zwischen 2019 und 2020 von 33,2 Millionen auf 25,5 Millionen zurück. Dies entspricht einem Minus von 23 Prozent.
Allein bei der Hautkrebsfrüherkennung sank die Zahl der Tests von 8,7 Millionen im Jahr 2019 auf 6,9 Millionen im Jahr 2020 und bei den Tests auf verborgenes Blut im Stuhl zur Darmkrebsfrüherkennung von 3,6 Millionen auf etwa 2,8 Millionen. Der Rückgang beträgt hier in beiden Fällen jeweils mehr als 20 Prozent.
"Darmkrebs ist besonders tückisch, weil er lange Zeit symptomlos bleibt. Deshalb ist die Darmkrebsvorsorge besonders wichtig", erklärte Studienautor Joachim Szecsenyi vom Aqua-Institut in Göttingen. Gerade in Pandemiezeiten, in der Menschen aus Sorge vor einer Infektion nicht in die Arztpraxis gingen, sei ein niedrigschwelliger Zugang zu Früherkennungsuntersuchungen wichtig.
Die Zahl der sogenannten Checkups, das sind Gesundheitsuntersuchungen bei Erwachsenen, sank um 37 Prozent. Auch die Brustkrebsfrüherkennung wurde dem Arztreport zufolge in der Pandemie weniger in Anspruch genommen. So sank die Zahl der Teilnehmerinnen am Mammographiescreening von knapp drei Millionen auf 2,7 Millionen - das war ein Rückgang um 9,4 Prozent.
Zu Beginn der Pandemie war das Einladungsverfahren zum Mammographiescreening ausgesetzt, weil in den Praxen Schutzausrüstungen fehlten. "Das darf sich nicht wiederholen", forderte Barmer-Chef Christoph Straub. Generell sollten Patienten, die während der Pandemie auf Früherkennungsuntersuchungen verzichteten, diese "möglichst zeitnah nachholen".
Für den Report wurden mehr als 30 ärztliche Abrechnungsziffern für verschiedene Untersuchungen ausgewertet. Dabei wurde die Inanspruchnahme von Tests verglichen, die in den Jahren 2019 und 2020 Kassenleistung waren und mit der jeweils selben Ziffer abgerechnet wurden.
Auch Experten unter anderem vom Deutschen Krebsforschungszentrums und der Deutschen Krebsgesellschaft hatten bereits vor den Auswirkungen von verschobenen Operationen, rückläufiger Früherkennung und Lücken bei der Nachsorge während der Coronapandemie gewarnt. Sie befürchten als Folge eine höhere Krebssterblichkeit.
A.Rodriguezv--AMWN