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Schriftsteller Martin Walser im Alter von 96 Jahren gestorben
Der Schriftsteller Martin Walser ist tot. Er sei im Alter von 96 Jahren gestorben, teilte der Rowohlt Verlag am Freitag mit. "Sein vielgestaltiges und sprachmächtiges Werk, sein Auftreten als öffentlicher Intellektueller werden lange über seinen Tod hinaus wirken", erklärte der Verlag. "Wir werden Martin Walser schmerzlich vermissen und sind in Gedanken bei seiner Familie." Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigten Walser als Autoren, der die deutsche Literatur über Jahrzehnte geprägt habe.
"Seine Bücher haben Generationen gelesen, seine Freude am Argument hat uns viele lebhafte Debatten beschert", schrieb Scholz im Onlinedienst Twitter, der in "X" umbenannt wurde. "Mein Beileid gilt seiner Familie."
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kondolierte seiner Witwe Käthe Walser. "Sein mit vielen Preisen ausgezeichnetes Werk ist ein beeindruckender Spiegel Deutschlands und bleibt Teil seines literarischen Erbes", erklärte Steinmeier nach Angaben des Bundespräsidialamts.
Sein Werk umspanne mehr als sechs Jahrzehnte, er habe die deutsche Literatur in dieser Zeit entscheidend geprägt. "Schreiben bedeutete für Martin Walser immer auch Verpflichtung zum schonungslosen Engagement", erklärte der Bundespräsident. Als "streitbarer und eigenwilliger politischer Geist" habe Walser weder Auseinandersetzungen noch Kritik gescheut und immer wieder mit politischen Essays in gesellschaftliche Debatten eingegriffen.
Walser galt als einer der bedeutendsten Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur. Er veröffentlichte mehr als 50 Bücher. Walser wurde am 24. März 1927 als Sohn eines Bahnhofgastwirts in Wasserburg am Bodensee geboren.
A.Malone--AMWN