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Renommierte Filmfestspiele: Tricia Tuttle wird neue Berlinale-Leiterin
Die US-Amerikanerin Tricia Tuttle wird neue Leiterin der Berlinale. Der Aufsichtsrat der Trägergesellschaft KBB stimmte am Dienstag dem Personalvorschlag zu, wie Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) in Berlin mitteilte. Tuttle war zuletzt Direktorin des London Film Festival und ist derzeit Leiterin der Abteilung "Directing Fiction" an der National Film and TV School in Großbritannien. Tuttle soll die Intendanz der Internationalen Filmfestspiele Berlin im April übernehmen.
"Tricia Tuttle bringt 25 Jahre Film- und Filmfestivalerfahrung mit", erklärte Roth. Unter ihrer Leitung habe das London Film Festival nicht nur einen Publikumszuwachs zu verzeichnen, sondern auch international an Profil und Bedeutung gewonnen. "Sie hat den Herausforderungen der Digitalisierung kreative Strategien entgegengesetzt und das Festival bunter, vielfältiger und zugänglicher gemacht", würdigte Roth die künftige Intendantin. Tuttle sei "die richtige Wahl", um die Berlinale in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.
Tuttle stammt aus North Carolina im Süden der Vereinigten Staaten, wo sie ihre Karriere als Gitarristin der Band June begann. Das bisherige Führungsduo der Filmfestspiele, Mariëtte Rissenbeek und Carlo Chatrian, werden noch die nächste Berlinale im Februar 2024 organisieren. Beiden leiten das Festival seit 2020. Rissenbeek kündigte bereits an, ihren Posten im kommenden Frühjahr aufgeben zu wollen.
Tuttle nannte die Berlinale einen "Vorreiter unter den A-Filmfestivals - einladend und inklusiv und randvoll mit einer atemberaubenden Vielfalt an Filmen". Dieses Festival zeige, dass das Kino "eine äußerst lebendige, oft magische Kunstform ist, die die Art und Weise, wie wir die Welt sehen und wie wir einander verstehen, verändern kann".
Der Aufsichtsrat der KKB folgte mit seiner Entscheidung dem Vorschlag der Findungskommission. Dieser gehören der Oscar-Preisträger Edward Berger, die Schauspielerin Sara Fazilat, die Geschäftsführerin der Deutschen Filmakademie, Anne Leppin, der Produzent Roman Paul, der Chef der Berliner Senatskanzlei, Florian Graf, und Roth an.
Die Berlinale ist das wichtigste Filmfestival Deutschlands und eines der wichtigsten Filmfestivals weltweit. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) betonte, das Filmfestival habe eine mehr als 70-jährige Tradition und sei von größter Bedeutung für die Hauptstadt, sowohl künstlerisch als auch gesellschaftspolitisch und wirtschaftlich. "Es muss unser Ansporn und Ziel sein, dass die Berlinale auch künftig zu den hochkarätigsten Filmfestivals der Welt zählt", erklärte Wegner.
Neue Jurypräsidentin der Berlinale 2024 wird die kenianisch-mexikanische Schauspielerin, Regisseurin, Produzentin und Oscar-Preisträgerin Lupita Nyong'o. Das gab die Berlinale am Montag bekannt. Nyong'o erhielt 2014 für ihre Rolle in dem Sklavendrama "12 Years A Slave" einen Oscar als beste Nebendarstellerin.
F.Pedersen--AMWN