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Abor & Tynna präsentieren sich ordentlich beim ESC - Finale komplett besetzt
Das deutsche Duo Abor & Tynna hat sich Donnerstagabend ordentlich beim Eurovision Song Contest (ESC) präsentiert - den größten Jubel bekamen aber andere: Allen voran Finnlands Sängerin Erika Vikman mit ihrem spektakulär präsentierten Lied "Ich komme" sorgte für Beifallsstürme im zweiten ESC-Halbfinale in Basel. Finnland schaffte es genau wie das mitfavorisierte Österreich ins Finale am Samstag.
Das mit dem Lied "Baller" für Deutschland antretende Geschwisterduo Abor & Tynna ist bereits für das ESC-Finale gesetzt, da Deutschland zu den fünf großen Geldgebern des Wettbewerbs zählt. Die beiden aus Wien stammenden deutschen Starter durften sich außer Konkurrenz im zweiten Halbfinale präsentieren - nachdem Sängerin Tynna in den vergangenen Wochen Stimmprobleme hatte, schaffte sie kurz vor dem ESC-Finale einen gelungenen Auftritt.
Siegchancen werden den Deutschen in den Wettbüros nicht zugerechnet - dies dürfte sich nach dem zweiten Halbfinale angesichts der starken Konkurrenz auch nicht mehr ändern. Insgesamt 16 Länder traten dort gegeneinander um die letzten zehn Plätze für das Finale am Samstag an.
Weiter kamen neben Österreich und Finnland auch Litauen, Armenien, Dänemark, Luxemburg, Lettland, Malta, Griechenland und auch Israel. Nachdem der ESC im vergangenen Jahr in Malmö von heftigen Protesten gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen begleitet war, gab es bisher in Basel nur wenig Protest.
Ausgeschieden sind im zweiten Halbfinale Australien, Montenegro, Irland, Georgien, Tschechien und Serbien. In den Wettbüros gilt das schwedische Trio KAJ mit ihrem Sauna-Loblied "Bara bada bastu" als favorisiert für den Gewinn des ESC, KAJ konnte sich schon im ersten Halbfinale qualifizieren.
Zum engeren Favoritenkreis wird auch Finnland gezählt. Die finnische Sängerin Erika Vikman inszenierte ihren zweideutigen deutschen Titel "Ich komme" mit einer spektakulären Bühnenshow, was ihr in der St. Jakobshalle viel Jubel brachte. Dass sie einen deutschen Titel wählte erklärte Vikman in einem Interview während der Show auf Deutsch auch mit ihren Sprachkenntnissen - "ich habe Deutsch neun Jahre in der Schule gelernt".
Der ESC verzeichnet in diesem Jahr in Basel einen Rekord in der Sprachenvielfalt. Nach Angaben der europäischen Rundfunkunion EBU singen die bis zu den Halbfinals 37 teilnehmenden Länder in 20 verschiedenen Sprachen. Dies sei die höchste Zahl seit im Jahr 1999 die Vorschrift gelockert wurde, dass Lieder in der Landessprache vorgetragen werden sollen - in der Folge wurde Englisch die bevorzugte Sprache.
Im Finale am Samstagabend treten noch 26 Länder gegeneinander an. Der ESC ist der weltweit am meisten beachtete Musikwettbewerb, im vergangenen Jahr sahen mehr als 160 Millionen Menschen das Finale. 2024 gewann der Schweizer Starter Nemo, weshalb die Schweiz nun Gastgeber ist.
D.Moore--AMWN