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"Alle profitieren": Trump verteidigt Milliarden-Einnahmen durch Kryptowährungen
US-Präsident Donald Trump hat seine Milliarden-Einnahmen mit Kryptowährungen verteidigt. Alle profitierten von dem Boom, sagte Trump am Mittwoch auf einem Militärflugplatz bei Washington. Der Immobilienmogul hatte im vergangenen Jahr mit Kryptowährungen rund 1,2 Milliarden Dollar (gut eine Milliarde Euro) eingenommen. Kritiker sehen einen Interessenkonflikt, da er die Auflagen für den Sektor selbst gelockert hatte.
"Ich profitiere, weil der Aktienmarkt steigt, alle profitieren", sagte Trump. Es könne gar keinen Interessenkonflikt geben, denn er kümmere sich nicht um seine persönlichen Finanzen, die von Fonds verwaltet würden.
Allerdings hat die Präsidentenfamilie maßgeblichen Einfluss: Gemeinsam mit seinen drei Söhnen hatte Trump die Krypto- und Investitionsplattform World Liberty Financial gegründet, über die er im vergangenen Jahr fast 550 Millionen Dollar einnahm. Das geht aus einer Vermögensaufstellung vor, die das Weiße Haus am Dienstag gemäß einer Gesetzesvorschrift von 1978 veröffentlichte.
Für Lizenzgebühren im Zusammenhang mit der sogenannten Trump-Coin kassierte Trump den Angaben zufolge weitere 635 Millionen Dollar. Die virtuelle Münze $TRUMP war kurz vor seiner Amtseinführung Anfang 2025 herausgekommen.
Trump werden regelmäßig Interessenkonflikte vorgeworfen, weil er als Präsident die Deregulierung des Krypto-Sektors vorangetrieben hat und selbst in dem Bereich investiert. Zudem begleiten ihn seine Söhne Eric und Donald Trump Jr. oft auf Dienstreisen und treiben im Ausland Immobilieninvestitionen voran.
"Weder der Präsident noch seine Familie waren jemals in Interessenkonflikte verwickelt - und werden dies auch niemals sein", erklärte dagegen Trumps stellvertretende Sprecherin Anna Kelly ohne weitere Begründung. Der Präsident habe die USA "stolz zur Krypto-Hauptstadt der Welt gemacht".
Die Aktivitäten des Präsidenten im Bereich Kryptowährungen sind der Hauptgrund für sein enorm steigendes Privatvermögen. Dieses verdreifachte sich laut dem Magazin "Forbes" zwischen dem Wahljahr 2024 und 2026 nahezu - von 2,3 Milliarden auf 6,5 Milliarden Dollar.
In der Kritik steht Trump zudem, weil er das Emirat Katar nach eigenen Worten überredet hat, den USA eine Boeing 747 für die Präsidentenflotte Air Force One zu schenken. Der Präsident nutzte den Luxusflieger nun erstmals für eine Reise nach North Dakota, wo er an der Eröffnung einer Bibliothek für den früheren Präsidenten Theodore Roosevelt (1901 bis 1909) teilnahm. Die USA sollten "sehr stolz darauf sein", das Flugzeug sei "wunderschön", erklärte Trump.
Vizepräsident JD Vance konnte sein Vermögen ebenfalls steigern, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Vance gab Einnahmen von bis zu fünf Millionen Dollar durch sein autobiografisches Buch "Hillbilly-Elegie" an, das in den USA 2016 und ein Jahr später auf Deutsch erschienen war. Zusammen mit Investments erzielte der 41-Jährige laut "Wall Street Journal" im vergangenen Jahr 7,4 Millionen Dollar.
Das ist relativ bescheiden: Trump wird nachgesagt, so viele Milliardäre in seinem Kabinett zu versammeln wie kein anderer US-Präsident vor ihm. Zu den Superreichen gehören etwa Handelsminister Howard Lutnick und Finanzminister Scott Bessent.
Auch das Einkommen von First Lady Melania Trump wird in den Finanzunterlagen dokumentiert. Darin sind Einnahmen in Höhe von mehr als zehn Millionen Dollar für eine Amazon-Dokumentation über sie aufgeführt sowie über 500.000 Dollar für ihre Ende 2024 erschienenen Memoiren. Film wie Buch tragen den Titel "Melania".
A.Rodriguezv--AMWN