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Geld, Bundesliga, Europacup: Arminia-Triumph hätte Folgen
Die Sensations-Mannschaft von Arminia Bielefeld könnte nach dem Sieg im Halbfinale gegen Titelverteidiger Bayer Leverkusen (2:1) als erster Fußball-Drittligist den DFB-Pokal gewinnen. Sollten die Ostwestfalen bei ihrer Finalpremiere am 24. Mai im Berliner Olympiastadion tatsächlich triumphieren, hätte das große Auswirkungen - für den Klub, die Bundesliga und den Europapokal.
PREMIERE
Mit einem Pokalsieg würde die Arminia Geschichte schreiben. Vor den Bielefeldern standen bereits die Drittligisten Hertha BSC II (1993), Energie Cottbus (1997) und Union Berlin (2001) im Endspiel. Allesamt gingen als Verlierer gegen Bundesligisten (Leverkusen, VfB Stuttgart, Schalke 04) vom Platz.
GELD
Schon jetzt hat Bielefeld dank der DFB-Prämien und Ticketverkäufe über zehn Millionen Euro sicher. Sollte die Arminia den Cup gewinnen, winken insgesamt deutlich mehr als zwölf Millionen Euro an Einnahmen aus der Pokalsaison 2024/25. Das hat sicher auch Auswirkungen auf die kommende Spielzeit. Egal, ob der Tabellenvierte der 3. Liga den Aufstieg in die 2. Liga noch schaffen sollte oder nicht, kann der Klub in die Mannschaft investieren. Vorjahresfinalist 1. FC Kaiserslautern hat es vorgemacht - durch die Pokal-Millionen mauserte sich der FCK vom Fast-Absteiger zum Aufstiegsaspiranten der 2. Liga.
EUROPACUP
Die Arminia würde bei einem Pokalsieg in der Europa League antreten. Sollte Bielefeld als Drittligist starten, wäre das ein Novum. Zwar qualifizierte sich auch Union Berlin 2001 durch den Finaleinzug als Vertreter der 3. Liga für den UEFA-Cup, da die Köpenicker aber im selben Jahr den Aufstieg schafften, spielten sie als Zweitligist international. Die Regelung, dass der Pokalfinalist automatisch international ran darf, wenn sich der Cupsieger bereits auf andere Art für den Europacup qualifiziert hat, wurde übrigens 2015 abgeschafft.
BUNDESLIGA
Im Fall des Bielefelder Triumphs würde die Bundesliga einen Europacup-Startplatz verlieren - wahrscheinlich. Der Eliteklasse stünden nur noch sechs Startplätze zur Verfügung - vier in der Champions League, einer in der Europa League und einer in der Conference League. Es kann aber auch (zumindest theoretisch) ganz anders kommen: Die Bundesliga könnte sich über den UEFA-Koeffizienten noch einen fünften Startplatz in der Königsklasse sichern, was aber nach derzeitigem Stand äußerst unwahrscheinlich ist. Zudem könnten Borussia Dortmund (Champions League) und Eintracht Frankfurt (Europa League) jeweils den Europacup gewinnen und sich über die Bundesliga nicht international qualifizieren - auch dann würde es weitere Plätze geben.
A.Mahlangu--AMWN