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Kartellamt verbietet Tönnies Übernahme von Vion-Schlachthöfen
Das Bundeskartellamt hat dem Fleischverarbeitungsunternehmen Tönnies eine Übernahme von weiteren Schlachthöfen in Deutschland untersagt. Tönnies wollte vom niederländischen Unternehmen Vion die Standorte Buchloe im Ostallgäu, Crailsheim in Franken und Waldkraiburg in Oberbayern kaufen - doch diese Übernahme hätte laut Kartellamt die Marktposition des Unternehmens in den betroffenen Regionen "bedenklich verstärkt". Gegen den Beschluss können die Unternehmen noch Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf einreichen.
Das Familienunternehmen Tönnies mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück schlachtet und zerlegt Schweine und Rinder, verwertet Schlachtnebenprodukte und stellt Produkte aus Schweine‐, Sauen‐, Rind‐ und Geflügelfleisch her. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 20.000 Menschen, der Umsatz 2023 betrug etwa 7,8 Milliarden Euro. Vion hatte im Sommer 2024 angekündigt, seine Standorte in Deutschland zu verkaufen.
Tönnis hat laut Kartellamt bereits eine dominierende Position bei der Schlachtung und Verarbeitung von Schweinen in Deutschland. Bei der Übernahme der Vion-Schlachthöfe hätte Tönnies auch im Bereich Rinder eine Führungsposition erlangt, denn Vion ist der bisherige Marktführer im Bereich der Rinderschlachtung in Süddeutschland.
D.Moore--AMWN