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Göttlich mahnt zur Weitsicht bei 50+1
Liga-Vizepräsident Oke Göttlich warnt nach dem Urteil des Bundeskartellamtes in der Debatte um die "50+1-Regel" zur Weitsicht. "Wenn wir dann einfach zu bold da reingehen und zu aggressiv, dann werden wir natürlich das Klagerisiko erhöhen. Und da müssen wir als Funktionäre, denen es momentan da obliegt zu verhandeln und zu sprechen, natürlich auch Acht geben", sagte der Präsident des FC St. Pauli im Gespräch mit dem Deutschlandfunk.
Das Bundeskartellamt hatte die "50+1-Regel" im deutschen Profifußball im August in seiner finalen Einschätzung für zulässig erklärt. Hierfür sei Voraussetzung, "dass sie konsequent und ohne Unterschiede - sofern es für diese keinen sachlichen Grund gibt - angewendet wird". Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg gehören zu den Ausnahmeklubs, dazu gibt es die Sonderfälle mit RB Leipzig und Hannover 96.
Eine zügige Lösung im Sinne der "regelkonformen Standorte" hatte das Fanbündnis Unsere Kurve nach der Kartellamtsentscheidung gefordert. Das Bundesliga-Präsidium strebt eine gemeinsame Lösung mit den Ausnahmefällen an und will im ersten Halbjahr 2027 finale Vorschläge zur einheitlichen Ausgestaltung und Anwendung vorlegen. Dabei soll es zu Kontroversen zwischen den Klubs kommen, dies gehe aus dem Deutschlandfunk vorliegenden internen Dokumenten des Bundeskartellamts hervor.
P.Santos--AMWN