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Rechenzentren in Hessen: Google investiert 5,5 Milliarden Euro bis 2029
Der US-Konzern Google hat den massiven Ausbau seiner KI-Infrastruktur in Deutschland angekündigt. Zusammen mit einer geplanten Erweiterung der Google-Standorte in München, Berlin und Frankfurt will das Unternehmen bis 2029 so 5,5 Milliarden Euro investieren, wie Google-Deutschlandchef Philipp Justus am Dienstag in Berlin sagte. Das sei "unser bisher größtes Investitionsprogramm für die digitale Zukunft Deutschlands", fügte er hinzu.
Den Angaben nach entsteht im hessischen Dietzenbach ein neues Rechenzentrum, zudem wird in Hanau ein seit 2023 bestehendes Rechenzentrum ausgebaut. Google wolle Rechenleistung für KI-Anwendungen "an den Mittelstand heranbringen", sagte Justus weiter. Er lobte Deutschland als attraktiven Standort wegen guter Forschungsbedingungen, zudem verfügten die vielen Unternehmen im Land über einen "Datenschatz", den Google "in Anwendungen umsetzen" wolle.
Die beiden Google-Rechenzentren sollen den Angaben nach bereits im kommenden Jahr zu 85 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Zudem habe Google eine Zusammenarbeit mit dem örtlichen Energieversorger, um die Abwärme der Rechenzentren zur Produktion von Fernwärme zu nutzen. So könnten "mehr als 2000 lokale Haushalte mit Warmwasser und Wärme" versorgt werden.
"Mit diesem Investitionspaket setzen wir auf langfristiges Wachstum hier in Deutschland", sagte Googles Deutschlandchef weiter. "Der volkswirtschaftliche Multiplikator-Effekt dieser Investition wird beträchtlich sein." Demnach sollen tausende Arbeitsplätze in Deutschland gesichert bleiben.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) begrüßte die Ankündigung als "wichtiges Signal für den Standort Deutschland". Google sei ein "internationaler Top-Player". "Das sind gute Nachrichten für die Menschen vor Ort."
"Wir wollen Deutschland zu einem führenden Standort für Rechenzentren in Europa machen", erklärte Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU). "Das heute angekündigte Investment von Google zeigt, wie attraktiv unser Standort für digitale Infrastruktur ist
A.Malone--AMWN