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Aufträge für das Bauhauptgewerbe im August stabil - dank Großprojekten
Nach einem deutlichen Plus in den ersten Monaten des Jahres sind die Aufträge für das Bauhauptgewerbe im August lediglich stabil geblieben. Sie nahmen im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 0,1 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Ausschlaggebend waren nach Angaben der Branche Großprojekte im Wirtschaftshochbau - im Tiefbau dagegen gingen die Aufträge zurück.
Laut Statistik nahm der Auftragseingang im Hochbau im August um 9,2 Prozent im Vorjahresvergleich zu. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erklärte, dies sei auch einigen Großbauprojekten insbesondere im gewerblichen Hochbau zu verdanken. Die Aufträge im Wohnungsbau lagen laut dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) dagegen "nach stabilen Zuwächsen in den vergangenen Monaten" im August nur auf Vorjahresniveau.
Im Tiefbau dagegen nahmen die Aufträge um 7,6 Prozent im Vorjahresvergleich ab, wie das Statistikamt in Wiesbaden mitteilte. Laut Bauindustrie meldeten Bauunternehmen für den Straßenbau einen Einbruch der Aufträge von real rund 27 Prozent. Verbands-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller erklärte: "Trotz der Ankündigung des Haushaltsausschusses Ende Juli, dass der Ausschreibungsstopp bei der Autobahn GmbH aufgehoben sei, wurden kaum neue Aufträge vergeben." Hier sei die Politik der Branche "eine Erklärung schuldig". Auch Großprojekte im Brückenbau hätten den Rückgang nicht ausgleichen können, erklärte Müller.
Hinzu komme die "schwache Auftragsvergabe vieler Kommunen", erklärte der ZDB. Ihre Investitionstätigkeit werde offensichtlich durch das Rekorddefizit der Haushalte 2024 erheblich erschwert. Angesichts der 100 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen für die Kommunen müssten jetzt "Aufträge zügig an den Markt kommen", forderte ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa.
Der preisbereinigte Umsatz im Bauhauptgewerbe war laut dem Statistischen Bundesamt im August fünf Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Nominal fiel der Umsatz um 2,7 Prozent - auf eine Summe von 9,9 Milliarden Euro.
L.Durand--AMWN