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Trump und Putin führen Telefonat über Ukraine-Krieg
US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin haben am Montag ihr mit Spannung erwartetes Telefonat über den Ukraine-Krieg geführt. Aus dem Weißen Haus erfuhr die Nachrichtenagentur AFP, dass das Gespräch begonnen habe. In dem Gespräch sollte es laut Trump darum gehen, wie ein Ausweg aus dem "Blutbad" in der Ukraine gefunden werden könne. Vom Kreml hieß es, dass Moskau eine diplomatische Lösung im Ukraine-Krieg bevorzuge, jedoch noch "mühsame" Arbeit nötig sei.
Trumps Ziel für das Telefonat sei es, ein Ende dieses "Konflikts" herbeizuführen, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, vor Beginn des Telefonats. Der US-Präsident sei über beide Parteien "frustriert". Trump hoffe weiter auf ein Treffen mit Putin, fuhr die Sprecherin fort.
Auch US-Vizepräsident JD Vance bekräftigte, dass Trump die Geduld verliere. "Wir befinden uns hier in einer Sackgasse, und ich denke, der Präsident (Trump) wird Putin sagen: 'Hören Sie, ist das Ihr Ernst?'", sagte Vance vor Reportern in Rom, wo er Papst Leo XIV. und den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen hatte.
Kurz vor dem Telefonat zwischen Trump und Putin hieß es aus Moskau, dass Russland eine diplomatische Lösung des Ukraine-Konflikts weiteren militärischen Einsätzen vorziehe. "Es ist natürlich besser, unsere Ziele mit politischen und diplomatischen Mitteln zu erreichen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow laut russischen Staatsmedien. Peskow bezeichnete das angesetzte Telefonat zwischen Trump und Putin als "wichtig".
Der Kreml-Sprecher dämpfte jedoch Hoffnungen auf eine schnelle Lösung des Konflikts. "Es liegt eine Menge mühsamer Arbeit vor uns, und in einigen Bereichen könnte es ein langer Prozess sein", sagte Peskow weiter.
Das Telefonat zwischen Trump und Putin folgte auf die ersten direkten Gespräche zwischen Delegationen aus Russland und der Ukraine seit mehr als drei Jahren, die am Freitag in Istanbul stattfanden. Dabei wurde der Austausch von jeweils 1000 Gefangenen vereinbart. Das Treffen endete aber ohne Annäherung in der Frage einer Waffenruhe.
Der ukrainische Präsident Selenskyj bekräftigte vor dem Telefonat seine Forderung nach einem "vollständigen und bedingungslosen Waffenstillstand". Selenskyj betonte die Bedeutung einer Waffenruhe als "notwendige Grundlage für die Diplomatie". Er erwähnte zudem, dass Russland während der Gespräche in Istanbul Drohungen geäußert hätte, ohne diese jedoch näher zu erläutern.
Am Wochenende hatte Russland massive Drohnenangriffe auf die Ukraine geflogen, die Kiew als neuen "Rekord" bezeichnete. Am Montag gaben die russischen Streitkräfte die Einnahme von zwei ukrainischen Dörfern in den Regionen Sumy und Donezk bekannt.
Trump hatte am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social die Hoffnung geäußert, dass bei dem Telefonat mit Kreml-Chef Putin "eine Waffenruhe zustande kommt". Er erklärte zudem, auch mit Selenskyj und Nato-Vertretern sprechen zu wollen.
Die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien hatten am Sonntag mit dem US-Präsidenten telefoniert. Dabei unterstrichen sie die Notwendigkeit von verschärften Sanktionen gegen Russland, sollte Putin nicht auf die Pläne für eine Waffenruhe in dem seit mehr als drei Jahren andauernden Angriffskrieg eingehen.
"Putin muss einem Waffenstillstand und Friedensgesprächen zustimmen", erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag im Onlinedienst X. Er werde gemeinsam mit weiteren europäischen Staats- und Regierungschefs am Montag nochmals mit dem US-Präsidenten sprechen.
D.Moore--AMWN